Die Stadtspitze von Landau und Landesvertreter haben am 10. April 2014 die neue Rad- und Fußgängerbrücke Ost für die Bürger frei gegeben: Alexander Schweitzer, Sozialminister des Landes Rheinland-Pfalz, und Landaus Oberbürgermeister Hans-Dieter Schlimmer sowie Bürgermeister Thomas Hirsch übernahmen den Schnitt durchs berühmte Band. Für Landau ist die neue Brücke ein Meilenstein für die Verbesserung der Lebensqualität. Denn über sie kommt man jetzt sicher, schnell und komfortabel vom neuen Wohnpark „Am Ebenberg“, zum Gewerbepark und zum künftigen Gartenschaugelände. Zahlreiche Bürger, Vertreter der Stadt, der beteiligten Planungs- und Baufirmen sowie des Entsorgungs- und Wirtschaftsbetriebs Landau waren gekommen, um bei der feierlichen Einweihung dabei zu sein. Gekostet hat das Projekt rund zwei Millionen Euro. Zwei Drittel der Baukosten trug das Land, ein Drittel die Stadt Landau. Die Projektsteuerung oblag der Projektabteilung des Entsorgungs- und Wirtschaftsbetriebs Landau (EWL).

Nach langem Ringen realisiert

Etliche Zuschauer hatten sich auf dem neuen Bauwerk versammelt und lauschten den Worten von Minister Alexander Schweitzer, OB Hans-Dieter Schlimmer und Thomas Hirsch, dem Verwaltungsratsvorsitzenden des EWL. Denn das Projekt hatte im Vorfeld seine Tücken, seine Realisierung zog sich dahin: Nach intensiver Prüfung und Diskussionen mit dem Landesrechnungshof entschied sich der Stadtrat im Herbst 2012 für eine Stahlfachwerkbrücke und verwarf die ursprünglich favorisierte Holzkonstruktion. Parallel zur Planung wurden ab September 2012 die erforderlichen Flächen gerodet und die dort beheimateten Mauereidechsen umgesiedelt. Die Bauzeit der Brücke mit 60 Metern Spannweite betrug 11 Monate, sie ging von Mai 2013 bis April 2014. „Das gesamte Bauvorhaben lief reibungslos im geplanten Zeit- und Budgetrahmen. Das belegt wieder einmal das große Know-how und Verantwortungsbewusstsein des EWL”, war sich OB Hans-Dieter Schlimmer mit Bürgermeister Thomas Hirsch einig. Auch alle anderen Akteure hätten zuverlässig und mit hoher Qualität gearbeitet, führte Hans-Dieter Schlimmer weiter aus, und dankte allen Beteiligten für ihre gute Arbeit.

Symbol für Stadtentwicklung

Für Landaus OB ist die Brücke Ost ein Symbol für die Entwicklung der Stadt: „Die Lebensqualität in Landau steigt durch die zahlreichen Infrastrukturmaßnahmen rund um die Landesgartenschau und die Konversion des ehemaligen Militärgeländes enorm“, freute er sich. So hat die Stadt im Zusammenhang mit dem Bau der Brücke Ost beispielsweise den Rad- und Fußweg auf der Ostseite in Richtung Bahnhof saniert und eine ebenso effektive wie sparsame Beleuchtung neu installiert. Auch die Rad- und Fußwegverbindung zum Messeparkplatz ist jetzt abends und nachts beleuchtet, was die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger deutlich verbessert. Diese Maßnahmen wurden von der Stadt finanziert. Und auch für den Artenschutz wird in Landau viel getan: Auf beiden Seiten der Brücke Ost sind neue Grünflächen mit zahlreichen Büschen und 36 Bäumen entstanden. Dort fühlen sich auch die geschützten Mauereidechsen wohl. „Von solchen artenschutzrechtlichen Ausgleichsmaßnahmen profitieren nicht nur Flora und Fauna, sondern auch die Menschen“, meinte der Oberbürgermeister, „es grünt und blüht an deutlich mehr Stellen.“