Unter der Leitung des Ersten Bürgermeisters Bernd Stadel fand am 27. Februar 2014 in Heidelberg die 12. Sitzung des Entwicklungsbeirats Konversion statt. Das Gremium, das sich aus 34 Vertreterinnen und Vertretern verschiedener gesellschaftlicher Institutionen, Verbände und Einrichtungen zusammensetzt, begleitet die Konversion der US-Flächen in der Stadt. Der Schwerpunkt der Sitzung lag auf der Diskussion des Entwurfs des „Masterplans Südstadt“.

Bernd Stadel berichtete in seiner Begrüßung über die Planungsschritte, die seit der letzten Sitzung im November 2013 erfolgt sind, und über die Bürgerbeteiligung, die im Rahmen des dialogischen Planungsprozesses stattgefunden hat. Der Vorstellung des Masterplans durch Dr. Jürgen Schmitt (Projektsteuerung NH ProjektStadt) folgte die Präsentation der Anregungen aus dem Bürgerforum Südstadt durch Timo Buff (Netzwerk für Planung und Kommunikation), der das Bürgerforum moderiert hatte.

„Schritt in die richtige Richtung“

Die Diskussion der Beiräte eröffnete Christoph Nestor vom Mieterverein Heidelberg. Er begrüßte die wohnungspolitischen Vorgaben zur Entwicklung der Konversionsfläche Südstadt als einen Schritt in die richtige Richtung. Wichtig sei es, das Missverständnis auszuräumen, das sich teilweise mit dem Begriff „preisgünstiger Wohnraum“ verbinde. Es gehe dabei darum, eine „soziale Normalität“ zu schaffen, indem denjenigen, die z.B. bei der Familiengründung bisher ins Umland abwandern mussten, die Chance geboten wird, weiter in Heidelberg zu wohnen.

Wie auch schon im Bürgerforum Südstadt stand im Zentrum der weiteren Diskussion die Frage der baulichen Dichte der geplanten Neubebauung im Nordosten des Gebietes. Es wurde die Befürchtung geäußert, dass ein Gebiet entstehe, das nicht zur vorhandenen Bebauungsstruktur entlang der Kirschgartenstraße passe. Die Fachplaner erläuterten, dass aus Gründen des Lärmschutzes entlang der Römerstraße eine höhere Bebauung vorgesehen sei, die sich dann in Richtung Kirschgartenstraße abflache. Ein genaueres Bild davon, wie sich dies tatsächlich darstellen könne, werde aber erst die vertiefende Planung schaffen. Erster Bürgermeister Stadel kündigte an, dass man diese Befürchtung aber aufgreifen wolle und für die weitere politische Beratung Möglichkeiten gesucht würden, die Art einer dort denkbaren Bebauung noch besser zu veranschaulichen.

Grundsätzliche Zustimmung zum Masterplan-Entwurf

Die Mehrzahl der Beiräte brachte in ihren Redebeiträgen zu den wesentlichen Vorgaben des Masterplans eine grundsätzliche Zustimmung zum Ausdruck und ergänzte diese durch Hinweise und Anregungen, die bei der weiteren, vertiefenden Planung Berücksichtigung finden sollen. Anwesende Vertreter der Südstadt betonten, dass eine funktionierende Stadtteilmitte neben dem Nahversorgungsangebot auch attraktive Möglichkeiten zum Aufenthalt und Treffen benötige. Zudem müsse die Chapel ein öffentlich zugänglicher Treffpunkt werden, was, so Jürgen Heiß, Bürgermeister für Konversion und Finanzen, auch weiterhin das Ziel der Stadt sei. Der eingeschlagene Weg, für das Hospital einen Ideenwettbewerb mit begleitender Bürgerbeteiligung durchzuführen, wurde vom Gremium einhellig begrüßt.