Nachdem die Vergütungsregelung des Tarifvertrags für die Wirtschaftsgesellschaft des Klinikums Ludwigshafen zum 30. Juni 2013 von der Vereinten Diensleistungsgewerkschaft ver.di gekündigt worden war, konnte nun in einer vierten Verhandlungsrunde zwischen Kommunalem Arbeitgeberverband und Klinikum einerseits und ver.di andererseits ein Tarifabschluss erzielt werden. In einer konstruktiven Verhandlungsatmosphäre verständigten sich die Vertreter der Tarifparteien auf einen für das Klinikum akzeptablen Abschluss, für den sich beide Parteien erkennbar weit aufeinander zu bewegt haben. Arbeitskampfmaßnahmen kamen während des gesamten Verhandlungsverlaufs nicht zum Einsatz.

Der Kommunale Arbeitgeberverband legte letztlich ein Angebot für eine Entgelterhöhung um 3 Prozent ab dem 1. Januar 2014 vor, das mit einer gleichzeitigen Erhöhung der wöchentlichen Arbeitszeit auf 39 Stunden bei Vollzeitbeschäftigten einhergeht. Ab dem 1. Juli 2014 erfolgt eine weitere Erhöhung der Tabellenentgelte um 2 Prozent sowie um weitere 3 Prozent ab 1. Januar 2015. Ferner erhalten alle Vollzeitbeschäftigten der Wirtschaftsgesellschaft noch im laufenden Jahr eine Einmalzahlung in Höhe von 400 Euro. Die Laufzeit des Vertrages inklusive der Arbeitszeiterhöhung um eine halbe Stunde pro Woche wurde auf den 31. Dezember 2015 festgelegt.

Vorbehaltlich einer von ver.di erbetenen Erklärungsfrist zum 30. November 2013 soll der Tarifabschluss noch in 2013 unterzeichnet werden. Beide Seiten sind ans Äußerste des Machbaren gegangen und haben den Weg für eine spürbare Einkommensverbesserung bei den Beschäftigten der Wirtschaftsgesellschaft geebnet, was insbesondere aufgrund der allgemeinen Finanzierungssituation der Krankenhäuser in Deutschland keine leichte Aufgabe darstellt.