Am 4. Juni 2014 findet um 18.00 Uhr in der Aula des Pfalzklinikums in Klingenmünster (Gebäude 4, EG) ein Vortrag zum Tourette-Syndrom statt. Der Referent Hermann Krämer lebt seit seinem 12. Lebensjahr mit dem Tourette-Syndrom und hält Vorträge (z.B. in Schulen). Er betreibt ein Tourette-Forum mit mehr als 500 Mitgliedern und veröffentlicht auf seiner Homepage www.tourette-syndrom.de Informationen zu dieser neuropsychiatrischen Erkrankung.

In seinem Vortrag geht er auf das Leben und Wirken von Georges Gilles de la Tourette sowie auf Zahlen und Fakten zum Tourette-Syndrom ein. Er schildert die eigens erfahrene Herausforderumg mit dieser Erkrankung zu leben und beantwortet auch gerne Fragen des Publikums. Interessierte sind herzlich eingeladen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Veranstaltung ist kostenlos.

Das Tourette-Syndrom ist eine neuropsychiatrische Erkrankung, benannt nach Georges Gilles de la Tourette. Die Kernsymptomatik des Tourette-Syndroms besteht aus motorischen und vokalen Tics, zusätzlich können z.B. AD(H)S, Angst- und Zwangsstörungen, Depressionen und Autoaggressionen auftreten. Ein Tic ist eine unwillkürliche, rasche, wiederholte, nicht-rhythmische Bewegung oder eine Lautäußerung, die plötzlich einsetzt und keinem erkennbaren Zweck dient. Diagnosekriterien: mindestens zwei motorische Tics und ein vokaler Tic treten in einem Zeitraum von mehr als einem Jahr auf, Beginn vor dem 18. Lebensjahr. Das Tourette-Syndrom mindert nicht die intellektuelle Leistungsfähigkeit. Im Szenejargon wird von “ticcen” gesprochen, hierbei ist das Auftreten motorischer und vokaler Tics gemeint.

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