In der vergangenen Woche zeichneten der Speyerer Oberbürgermeister Hansjörg Eger und Stadtwerke-Geschäftsführer Wolfgang Bühring die Volksbank und das Schuhhaus Bödeker mit dem KISS-Siegel aus. Die Klimaschutz- und Energieleitlinie, die die Stadtwerke Speyer (SWS) als aktiver Wegbereiter gemeinsam mit der Stadt auf den Weg gebracht haben, wird vehement verfolgt. Umso lobenswerter ist es für die Initiatoren, wenn sich Mitstreiter finden. Gewürdigt wurden zum dritten Mal Unternehmen, die nicht nur viel Geld, sondern auch Enthusiasmus in eine umweltorientiertere Versorgung gesteckt haben. Das KISS-Siegel in Silber erhielt die Volksbank Kur- und Rheinpfalz für ihren Umbau der Villa Körbling, das Schuhhaus Bödeker bekam das Siegel in Bronze für seine Energiesparmaßnahmen in den Filialen Maximilianstraße und Gilgenstraße überreicht.

Einer „baulichen Perle” in Speyer angenommen habe sich die Volksbank, betonte SWS-Geschäftsführer Wolfgang Bühring mit Verweis auf die vorbildlich renovierte Villa Körbling. Eindrucksvoll bewiesen habe die Bank die Bereitschaft, den Nutzen neuer Technologien zu erproben. Sowohl die Villa mit 490 Quadratmetern Nutzfläche als auch das Verwaltungsgebäude wurden ans „Zukunftssystem Fernwärme” angeschlossen.

Beispiel dafür, wie energetische Sanierung und Denkmalschutz Hand in Hand gehen können

Dach- und Kellerdeckendämmung, LED-Beleuchtung und Dämmerungsschalter zur Reduzierung der Beleuchtungsdauer sowie energiesparende Büroelektronik und Beschattungseinrichtungen wurden von der Volksbank ebenfalls integriert. „Es war keine leichte Aufgabe, daher sind wir dankbar, von den Stadtwerken eine so gute Unterstützung erhalten zu haben”, betonte Volksbank-Sprecher Rudolf Müller, der mit Martin Krych, Bereichsleiter Unternehmensservice, zur Verleihung gekommen war. Für OB Hansjörg Eger ist das Unternehmen ein Beispiel dafür, wie energetische Sanierung und Denkmalschutz Hand in Hand gehen können. Bühring lobte die Eigeninitiative, mit der die Volksbank nach Beratung durch die SWS zu Werke gegangen ist.

Diese sieht er auch beim zweiten Preisträger, dem Schuhhaus Bödeker. Im Ergebnis hob Bühring besonders die Illumination des Gebäudes mit modernster LED-Technologie sowie die Lichtkuppel hervor, die 240 Leuchtstoffröhren ersetzt. In Kombination mit dem „intelligenten Schaufenster”, dessen Beleuchtung mittels Sensor und Handy gesteuert werden kann, seien die Maßnahmen in jedem Fall ein „KISS” wert gewesen. Umgesetzt wurde das Lichtkonzept auch in der Auestraße, wie Bödeker berichtete. Er nannte einen ersten Erfolg: „Wir konnten den Verbrauch von fast 10.000 Euro auf ein Achtel herunterfahren.” Anschließen lassen hat auch er sein Unternehmen ans Fernwärmenetz. Eingebaut wurde zudem eine drehzahlgesteuerte Klima- und Lüftungsanlage.

KISS-Siegel als Motivationsanreiz für Gewerbetreibende

Fabienne Mittmann, Klimaschutzmanagerin der Stadt Speyer, sieht die KISS-Siegel als Motivationsanreiz auch für andere Gewerbetreibende. Generell werden im Rahmen der Initiative energieeffiziente Betriebe mit Standort Speyer für einen nachhaltigen und ökologisch sinnvollen Umgang mit Ressourcen ausgezeichnet. Wer 2015 / 2016 energieeffizient saniert, gebaut und/oder Maßnahmen zur CO2-Reduzierung durchgeführt und abgeschlossen hat, kann das KISS-Siegel beantragen. Bewerbungen werden noch bis 31. Oktober 2016 entgegengenommen.

Weitere Informationen erteilt SWS-Mitarbeiterin Sabrina Schaefer:
Telefon 0 62 32/6 25-14 30 oder
schaefer@sws.speyer.de