Weintrauben

Foto: PVH Heidelberg

In Rheinland-Pfalz wächst immer mehr Öko-Wein: „Unser Bundesland ist auch beim Öko-Weinbau die Nummer 1. Hier stehen mit rund 4.900 Hektar rund 70 Prozent der Öko-Rebfläche Deutschlands – mit steigender Tendenz“, teilte die rheinland-pfälzische Weinbauministerin Ulrike Höfken am 8. Januar 2015 mit. In den vergangenen drei Jahren sei die Öko-Rebfläche um 30 Prozent gewachsen. Inzwischen produzierten rund 400 Weinbaubetriebe im Land nach den Öko-Kriterien.

Nachfrage nach Öko-Wein steigt

„Die Nachfrage nach Öko-Wein steigt und das Marktpotenzial ist noch lange nicht ausgeschöpft. Die Landesregierung setzt sich mit Nachdruck dafür ein, die Rahmenbedingungen für den ökologischen Anbau weiter zu verbessern und die Betriebe in die Lage zu versetzen, diese Chance wahrzunehmen“, so die Ministerin. Dazu zähle auch das Engagement für eine vernünftige Fortentwicklung der EU-Öko-Verordnung. Um weitere Weinbaubetriebe in Rheinland-Pfalz zur Umstellung auf „Öko“ zu motivieren, habe das Ministerium eine neue Broschüre aufgelegt.

Das Land gehe mit gutem Beispiel voran: „Die Landesregierung fördert die Entwicklung des Öko-Weinbaus aktiv durch die Umstellung der Staatsweingüter in Bad Kreuznach und Trier-Avelsbach sowie die Ausweitung der Beratung, Ausbildung und Forschung“, so Höfken. Unter anderem unterstütze das Land die Erforschung von Alternativen zum chemischen Pflanzenschutz. Die Ministerin wies darauf hin, dass der ökologische Anbau nicht nur der Umwelt und dem Erhalt der Artenvielfalt diene. Auch die konventionellen Betriebe könnten von den innovativen Ansätzen einer umweltgerechten Bewirtschaftung profitieren.

Neue Broschüre für Winzerinnen und Winzer

Die neue Broschüre zum Öko-Weinbau richte sich an interessierte Winzerinnen und Winzer und gebe Auskunft zu rechtlichen und fachlichen Fragen im Zusammenhang mit der Umstellung auf die ökologische Wirtschaftsweise. Sie informiere über die Richtlinien für die Kellerwirtschaft und die finanzielle Unterstützung des Landes. Zudem enthalte sie Kontaktdaten der Ansprechpartner und Beratungsstellen. „Darüber hinaus bietet das Land am Kompetenzzentrum Ökologischer Landbau Rheinland-Pfalz ein Beratungsangebot mit verschiedenen Aufgabenschwerpunkten. Dort können sich interessierte Winzerinnen und Winzer kompetent, neutral und kostenlos informieren“, erklärte Ministerin Höfken: „Weine aus ökologischem Anbau werden besonders umweltschonend produziert, belegen Spitzenpositionen bei Prämierungen und erlauben eine hohe Wertschöpfung je Flächeneinheit. Deshalb lohnt es sich zu prüfen, ob die ökologische Wirtschaftsweise eine erfolgreiche Alternative für den eigenen Betrieb sein kann.“

Zur Broschüre:
www.mulewf.rlp.de/service/publikationen