Seit 31. August 2015 finden in Bonn Vorverhandlungen zur Weltklimakonferenz im Dezember statt. „In Paris müssen verbindliche Ziele vereinbart werden. Nur durch klare Signale an die Bürgerinnen und Bürger, sowie die Unternehmen erreichen wir die notwendigen Investitionen in grüne Technologien, die für die Zielerreichung so dringend nötig sind. Außerdem brauchen wir belastbare Mechanismen, um die Umsetzung der Ziele zu überprüfen. Bis zur Weltklimakonferenz bleibt nicht mehr viel Zeit, deshalb müssen in den Vorverhandlungen jetzt die richtigen Weichen gestellt werden“, fordert Dr. Beatrix Tappeser, Staatssekretärin im Hessischen Umweltministerium.

Brasilien und Deutschland haben vor kurzem gemeinsam die Erreichung des 2-Grad-Ziels durch die vollständige Ausrichtung der Energiesysteme auf Erneuerbare Energien konkretisiert. „Es ist ein positives Zeichen für Paris, dass nun erstmals ein Schwellen- und ein Industrieland gemeinsam ihre langfristigen Klimaziele erklären. Allerdings werden sich beide Länder auch an den kurz- und mittelfristigen Zielen messen lassen müssen. In Deutschland gilt dies für das immer noch nicht sichergestellte 40 Prozent-Reduktionsziel bis 2020. Brasilien will bald sein 2030-Ziel vorstellen“, so Staatssekretärin Dr. Tappeser.

Hessen hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, bis 2050 klimaneutral zu werden und mindestens eine Reduktion der Treibhausgasemissionen von 90 Prozent zu erreichen. Derzeit wird unter breiter Beteiligung gesellschaftlicher Akteure der „Integrierte Klimaschutzplan Hessen 2025“ entwickelt. Dieser legt einen Schwerpunkt auf die konkrete Umsetzung der zu beschließenden Maßnahmen.