Vorstellung Fischartenatlas

Vorstellung des Fischartenatlasses Hessen im „Lahn-Fenster”: Dr. B. Tappeser und Dipl.-Biol. Christoph Dümpelmann. Foto: Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Zwei Jahre lang hat ein Team von Fischereiexperten unter der Leitung des Hessischen Umweltministeriums es sich zur Aufgabe gemacht, alle erhältlichen und wissenswerten Fakten über die hessischen Fische zusammen zu tragen und für alle verständlich in einem Buch aufzuführen. Mit dem „Atlas der Fische Hessens“ wurde so ein rund 450 Seiten umfassendes, einmaliges Nachschlagewerk geschaffen. Hessens Umweltstaatssekretärin Dr. Tappeser stellte das Werk am 1. Juli 2015 im Gießener Gewässer-Informationszentrum „Lahn-Fenster“ vor.

Staatssekretärin Dr. Tappeser zeigte sich hoch erfreut, dieses einmalige Werk nun der Öffentlichkeit vorstellen zu können. „Dem Laien bleibt die Vielfalt der hessischen Gewässer und deren tierischer und pflanzlicher Bewohner im Regelfall verborgen. Ein Blick unter die Wasseroberfläche wie im Gewässer-Informationszentrum ‘Lahn-Fenster’ ist nur selten möglich. Mit dem Fischartenatlas eröffnet das Autorenteam dem Laien wie dem Fachpublikum die Vielseitigkeit der Fische und deren Lebensräume mit ihren Vernetzungen in Hessen“, lobte die Staatssekretärin.

Grundlage u.a. für Umsetzung der Ziele der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie

Es ist noch nicht lange her, da wurden Gewässer hauptsächlich begradigt, verbaut und verschmutzt. Es bedurfte großer Anstrengungen und strengen rechtlichen Vorgaben wie die Wasserrahmenrichtlinie oder die Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie der EU, um Lebensräume zu erhalten oder wiederherzustellen, verschwundene oder bedrohte Arten zu schützen oder wieder anzusiedeln. Die teilweise erheblichen Gewässerverschmutzungen der letzten Jahrzehnte konnten weitgehend überwunden werden, an der Wiederherstellung der Durchgängigkeit sowie der Vernetzung von Lebensräumen und Verbesserung der Biodiversität arbeiten wir mit Nachdruck, so Dr. Tappeser weiter. Grundlage für sämtliche Maßnahmen ist die detaillierte Kenntnis des jeweiligen Ist-Zustands von Lebensraum und Population. Hier schließt der „Altas der Fische Hessens“ eine Lücke und kann als Grundlage für die notwendigen weiteren Anstrengungen zur Umsetzung der Ziele der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie sowie der EU-Wasserrahmenrichtlinie dienen.

Lahn-Fenster Giessen

Das „Lahn-Fenster”. Foto: Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Stellvertretend für das gesamte Team zeigte Dipl.-Biol. Christoph Dümpelmann die Genese des Werkes auf und dankte für die erfolgreiche Zusammenarbeit u.a. auch mit den Spezialisten des Servicezentrums Forsteinrichtung und Naturschutz (FENA) des Landesbetriebs Hessen-Forst. Das vorliegende Werk eröffnet einen beeindruckenden Einblick in die artenreiche Welt der hessischen Gewässer und schließt den Kreis zwischen der historischen und aktuellen Verbreitung der in Hessen vorkommenden Arten.

Hintergrund-Info

Das Buch ist eine gemeinsame Veröffentlichung des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und des Landesbetriebes Hessen-Forst Servicezentrum Forsteinrichtung und Naturschutz im Selbstverlag (Schriftenreihe „FENA Wissen“). Der Atlas der Fische Hessens kann gegen eine Schutzgebühr über das Hessische Umweltministerium bezogen werden.

Bezugsadresse:
Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (Oberste Fischereibehörde), Mainzer Straße 80, 65189 Wiesbaden
Telefon 06 11/8 15-16 75
sebastian.merkel@umwelt.hessen.de