Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir will Bus und Bahn bei Jugendlichen beliebter machen: „Die Landesregierung prüft, welche Möglichkeiten es mittelfristig für die Einführung eines Schülertickets gibt, das über die vorhandenen Angebote hinausreicht. Mobilität muss für Schülerinnen und Schüler ähnlich unkompliziert und bezahlbar sein wie heute schon für Studierende“, sagte der Minister am 17. September 2014 auf dem 12. Hessischen Mobilitätskongress.

Intelligente Verknüpfung aller Verkehrsträger

„Die wachsende Mobilität muss ökonomisch, ökologisch und sozial nachhaltig organisiert werden“, sagte der Minister. Voraussetzung sei die intelligente Verknüpfung aller Verkehrsträger, die die Landesregierung unter dem Titel „Mobiles Hessen 2020“ anstrebe. Als einzelne Bestandteile nannte der Minister u.a. den Aufbau einer Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge, die Unterstützung von Carsharing-Angeboten und die Förderung des Fahrradverkehrs. Das Projekt sei offen für weitere Ideen, wie sie etwa für die Mobilität abseits der Ballungsräume benötigt würden. Mit der Abnahme der Bevölkerung und damit des Schülerverkehrs sei eine wichtige Finanzierungsquelle des ÖPNV betroffen.

Al-Wazir wies auf die besondere Bedeutung der Mobilitätspolitik für Hessen hin: „Hessen war schon immer ein Schnittpunkt der Verkehrswege; es lebt in hohem Maß von der Mobilität, aber auch mit ihren Belastungen – denken Sie an Feinstaub, Stickoxide, Lärm, Ressourcenverbrauch.“ Es sei deshalb eine wirtschaftspolitische Kernaufgabe, Mobilität zu ermöglichen und sie gleichzeitig in Einklang mit Mensch und Umwelt zu bringen.