Am Donnerstag, 14. April 2016, zeigt die Kreisgruppe Bergstraße im Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) im Heppenheimer Saalbau-Kino um 19.30 Uhr den Dokumentarfilm „Landraub“ von Kurt Langbein. Der Biolandwirt und Publizist Felix Prinz zu Löwenstein hat bei der Dokumentation mitgewirkt. Er ist bei der Filmvorführung anwesend und beantwortet im Anschluss Fragen aus dem Publikum. Für Jugendliche bis 16 Jahre ist der Eintritt frei.

Der BUND: „Ackerland wird immer wertvoller und seltener. Jedes Jahr gehen etwa 12 Millionen Hektar Agrarfläche durch Versiegelung verloren. Nach der Finanzkrise hat das internationale Finanzkapital die Äcker der Welt als Geschäftsfeld entdeckt. Staaten, Konzerne, Banken und reiche Privatanleger investieren in Grund und Boden – bevorzugt dort, wo das Land billig ist, die Eigentumsverhältnisse unübersichtlich sind, die Korruption blüht oder zivilgesellschaftliche Strukturen fehlen: in Afrika, Asien, Südamerika oder Osteuropa. Die Folgen sind dramatisch. Bauern müssen den Profit-Interessen weichen, viele verlieren mit dem Acker ihre Lebensgrundlage und den Arbeitsplatz. Statt Nahrung für die Region anzupflanzen, wird für die Märkte der wohlhabenden Länder produziert. Einige der Lebensmittelfabriken, die dabei entstehen, werden durch EU-Programme gefördert.“

Regisseur Kurt Langbein hat zwei Jahre lang die Welt bereist, um diesen modernen Raubzug zu dokumentieren. Er porträtiert die Investoren und ihre Opfer. Die einen sprechen von gesundem Wirtschaften, Sicherung der Nahrungsversorgung und Wohlstand für alle. Die anderen erzählen von Vertreibung, Versklavung und vom Verlust der wirtschaftlichen Grundlagen.

Der promovierte Agrarwissenschaftler Felix Prinz zu Löwenstein ist Vorstandsvorsitzender des Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) und Vorstandsmitglied des Forschungsinstituts für biologischen Landbau. In seinen Büchern „Food Crash” und „Es ist genug da. Für alle” plädiert er für eine ökologische Landwirtschaft, die Kleinbauern stärkt und es auf diese Weise ermöglicht, das weltweite Hungerproblem zu lösen.