Plastic Planet

Bild: BUND Bergstraße

Am Sonntag, 3. Juli 2016, zeigt die Kreisgruppe Bergstraße im Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) im Heppenheimer Saalbau-Kino um 11.00 Uhr den Dokumentarfilm „Plastic Planet“ von Werner Boote. Die Filmmatinee wird gemeinsam mit dem Soroptimist International (SI) Club Bensheim/Heppenheim veranstaltet. Für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren ist der Eintritt frei. Die ersten 20 Besucher über 16 Jahre erhalten eine Gratis-Eintrittskarte, die der SI Club Bensheim/Heppenheim sponsert.

Viele Alltagsgegenstände aus Plastik enthalten Chemikalien

„Plastic Planet“ beschäftigt sich mit den gesundheitlichen und ökologischen Problemen, die durch den immens hohen Kunststoffverbrauch überall auf der Welt entstanden sind, und regt an, den eigenen Plastikkonsum zu hinterfragen. Viele Alltagsgegenstände aus Plastik enthalten Chemikalien, die sich aus dem Material lösen und im menschlichen Körper anreichern können. Hormonell wirksame Substanzen wie Weichmacher oder Bisphenol A werden mit Erkrankungen wie Krebs, Unfruchtbarkeit oder Allergien und Asthma in Verbindung gebracht. Sie greifen schon bei extrem geringen Dosen in das fein ausbalancierte Hormonsystem ein, das alle Stoffwechselvorgänge des Körpers steuert. Das ist besonders für Kinder gefährlich.

Für viele Meerestiere wird Altplastik zur tödlichen Falle

Plastik ist äußerst langlebig, mehrere Jahrhunderte vergehen, bis es sich zersetzt. Die Verschmutzung der Meere steigt rasant, inzwischen findet man dort sechsmal mehr Plastik als Plankton. Jedes Jahr kommen sechseinhalb Millionen Tonnen Plastikmüll hinzu. Im Nordpazifik gibt es einen Plastikstrudel, der seit 60 Jahren anwächst und inzwischen schätzungsweise doppelt so groß ist wie Texas. Für viele Meerestiere wird Altplastik zur tödlichen Falle. Weltweit sterben jährlich eine Million Seevögel, weil sie die Kunststoffteilchen mit Nahrung verwechseln und verhungern.