In der Reihe „Umweltfilm mit Rahmenprogramm“ zeigt der Kreisverband Bergstraße im Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) am Samstag, 14. September 2013 (16.00 Uhr), im Heppenheimer Saalbau-Kino einen Dokumentarfilm über Welternährung. Im Anschluss können die Zuschauer mit Vertretern von Landwirtschaft und kirchlicher Entwicklungsarbeit diskutieren. Auch die Vertreter der politischen Parteien sind eingeladen. Im Foyer bietet der Weltladen Heppenheim fair gehandelte Produkte an.

Trotz allen wissenschaftlichen Fortschritts ist es bis heute nicht gelungen, den Hunger auf der Welt zu besiegen. Ein Sechstel der Erdbevölkerung leidet unter Mangelernährung. Die Zunahme der Bevölkerung, Klimaveränderungen, die Erschöpfung von Böden und Wasserquellen und der Verlust der Artenvielfalt verschärfen die Situation. Dabei wäre Nahrung für alle da, meint die Filmemacherin Marie-Monique Robin. In ihrer Dokumentation „Die Zukunft pflanzen“ stellt sie Projekte in Mexiko, Malawi, USA und mehreren europäischen Ländern vor, die mit den Prinzipien des ökologischen, ressourcenschonenden Landbaus langfristig stabile Erträge erwirtschaften. Die Beispiele machen deutlich, dass mit Öko-Landbau alle satt werden könnten. Dies erfordert eine Politik, die nicht länger auf die industrielle Landwirtschaft setzt, sondern die kleinbäuerlichen Betriebe unterstützt. Die Direktzahlungen sollten gerechter verteilt und nach ökologischen Kriterien ausgerichtet werden.

Mit den Umwelt-Filmen will der BUND Bergstraße anregen, hinter die Kulissen zu schauen. So sind für die Zukunft Filme über den Einsatz grüner Gentechnik, das Ökosystem Wald und andere Naturschutz-Themen geplant. Die nächste Vorführung soll Mitte Dezember stattfinden.