Viele Einbahnstraßen in Heidelberg sind heute schon für den Radverkehr in Gegenrichtung frei – eine Regelung, die sich bewährt hat: In diesen Einbahnstraßen haben sich über die Jahre nur sehr wenige Unfälle ereignet. Weitere neun Einbahnstraßen in der Weststadt und Südstadt wird die Stadt Heidelberg in Kürze für den Radgegenverkehr öffnen.

Heidelberg als fahrradfreundlicher Kommune mit einem hohen Radverkehrsanteil ist es ein wichtiges Anliegen, eine komfortable Infrastruktur für den Radverkehr zur Verfügung zu stellen. Die Freigabe von Einbahnstraßen für den Radverkehr in Gegenrichtung ist eine kostengünstige und konfliktarme Möglichkeit, für ein engmaschiges Radwegenetz zu sorgen. Es hat sich gezeigt, dass durch die Freigabe das partnerschaftliche Miteinander von Auto- und Radverkehr gefördert wird. Heidelberg verfügt über langjährige Erfahrungen mit der Öffnung von Einbahnstraßen für den Radverkehr in beide Richtungen – zahlreiche Einbahnstraßen wurden bereits in den 90er Jahren freigegeben.

Neue Bestimmungen der Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrsordnung erleichtern es jetzt den Kommunen, in Tempo-30-Zonen flächenhafte Regelungen einzuführen. Die Stadt Heidelberg hatte im Frühjahr 2012 eine Untersuchung in Auftrag gegeben, alle noch nicht freigegebenen Einbahnstraßen im Stadtgebiet in Bezug auf die Öffnung für den Radverkehr in Gegenrichtung zu begutachten. Die für eine Freigabe empfohlenen Straßen bzw. Straßenabschnitte wurden von der Verkehrsbehörde und der Polizei geprüft. Danach können nun in der Weststadt und Südstadt folgende Einbahnstraßen für den Radverkehr in Gegenrichtung geöffnet werden:

  • Blumenstraße (zwischen Rohrbacher Straße und Häusserstraße)
  • Kaiserstraße (zwischen Häusserstraße und Rohrbacher Straße)
  • Dantestraße (zwischen Schillerstraße und Kleinschmidtstraße)
  • Blumenstraße (zwischen Ringstraße und Römerstraße)
  • Wörthstraße
  • In der Vogelstang
  • Im Sand
  • Moselstraße
  • Grünewaldstraße

Die Beschilderung soll in Kürze erfolgen.