Die Beratungsstelle für Obstbau beim Landschafts- und Forstamt der Stadt Heidelberg veranstaltet am Samstag, 6. Dezember 2014 (13.30 Uhr) eine praktische Unterweisung zum Fang von Wühlmäusen mit Fallen. Treffpunkt ist der Parkplatz oberhalb des Campingplatzes „Haide“, Neckargemünd, Ziegelhäuser Straße 91.

Um Anmeldung wird gebeten unter:
Telefon 0 62 21/58-2 80 00 (hier gibt es auch weitere Auskünfte zur Veranstaltung).

Ideale Fangzeit und natürliche Feinde

Die Wühl- oder Schermaus ist ein ungebetener Gast in Obst- und Gemüsegärten. Als reiner Pflanzenfresser liebt sie Wurzeln, Knollen und Zwiebeln und kann so erheblichen Schaden anrichten. Die ideale Zeit für den Wühlmausfang sind der Herbst und frühe Winter, wenn die Wanderung der Tiere abgeschlossen ist. So können vorbeugend die Lebensbedingungen natürlicher Feinde verbessert werden:

  • Sitzstangen für Greifvögel aufstellen
  • Verstecke für Wiesel anlegen
  • gute Jagdbedingungen schaffen: Kurz gemähtes Gras, freie Baumscheiben und Zäune nehmen der Maus jegliche Deckung

Auch Hauskatzen verschmähen den Wurzelnager nicht. Zuverlässigen Schutz für frisch gepflanzte Bäume bietet ein „Wühlmauskorb“ aus feinmaschigem Hasendraht.

Falle statt Gift

Wenig hilfreich sind im Handel erhältliche Geräte zur Abschreckung der Wühlmäuse, sei es mit Schallwellen oder Vibrationen. Auch eine ganze Reihe von Hausmitteln zeigen keine oder nur unzureichende Wirkung. Eine direkte Bekämpfung mit Giftködern, Gas oder Fallen ist möglich, doch aus ökologischen Gründen sollte der Fang mit Fallen bevorzugt werden. Der funktioniert wie folgt: Bei der „Verwühlprobe“ wird der unterirdische Gang freigelegt und beide Öffnungen werden mit einem Stab markiert. Ist der Gang bewohnt, ist nach kurzer Zeit eine Öffnung fest mit Erde verschlossen. Diese wird wiederum freigelegt und eine beköderte Falle hineingestellt. Verschiedene Fallentypen sind im Fachhandel erhältlich. Rund zwei Stunden später kann man feststellen, ob die Jagd erfolgreich war.

Verwechslungsgefahr mit dem Maulwurf

Leider wird die Wühlmaus oftmals mit dem Maulwurf verwechselt. Dieser steht unter Naturschutz. Die großen Erdhaufen des Maulwurfs lassen sich recht gut von den unscheinbaren der Wühlmaus unterscheiden. Im Erdgang des von tierischer Nahrung lebenden Maulwurfs hängen Pflanzenwurzeln, während die Wühlmaus diese sauber abfrisst.