Heidelberg Residenz am Park

Foto: Rothe

In dieser Woche beginnt das städtische Landschafts- und Forstamt in Heidelberg mit der Umgestaltung der Schwanenteichanlage. Um die umfangreichen Arbeiten an den Weg- und Grünflächen zu ermöglichen, müssen im Wechsel einzelne Teilbereiche der Anlage gesperrt werden. Begonnen wird im östlichen Bereich direkt zwischen Poststraße und Schwanenteich. Während der Bauzeit bleibt die Wegeverbindung in Nord-Süd-Richtung von der Poststraße zur Kurfürstenanlage gewährleistet. Auch der Zugang zur Stadtbücherei ist weiterhin möglich. Geplanter Baubeginn ist am Mittwoch, 11. Februar 2015, die Arbeiten dauern voraussichtlich vier Monate.

Die Schwanenteichanlage wird auf Beschluss des Gemeinderates umgestaltet, um die Attraktivität dieser zentralen Grünanlage zu erhalten und weiter aufzuwerten. Die Bürger wurden intensiv an der Planung beteiligt. Bestandteil der Gesamtplanung ist die neue Bewegungsfläche „Sport im Park“ für alle Mitbürger, das Gurs-Mahnmal zur Erinnerung an die Deportation der jüdischen Bevölkerung Heidelbergs und Nordbadens sowie die Verbesserung der Wegeverbindung zwischen Bergheim und der Weststadt. Die gesamte Schwanenteichanlage wird barrierefrei ausgebaut. Die Gesamtkosten betragen rund 632.000 Euro.

Planung im Dialog

Nach einem ersten Planungsdialog im Dezember 2013 wurde unter Einbeziehung der Dialogergebnisse zwischen Bürgern, Planern und der Stadtverwaltung der Entwurf weiter verfeinert. Dieser überarbeitete Planungsentwurf und die weiteren Schritte zur Umgestaltung wurden in einem zweiten Planungsgespräch im Februar 2014 mit den Bürgern diskutiert.

Bewegungsfläche „Sport im Park“

Ein wichtiges Element zur Aufwertung der Schwanenteichanlage ist der neue Bewegungsparcours „Sport im Park“. Zur Poststraße hin werden sechs wetterfeste Trainingsgeräte fest installiert – darunter ein Stepper, ein Rudergerät und eine schwebende Plattform –, mit deren Hilfe alle Mitbürger ihre Koordination, Kraft, Beweglichkeit und Ausdauer trainieren können. Die Geräte werden so platziert, dass sowohl individuelles Training als auch Training in kleinen Gruppen (etwa zusammen mit einem Sportpädagogen) möglich ist. Zwei Bouleflächen, ergänzt um Tische und Bänke zum Verweilen, komplettieren den Bewegungsparcours. Die Gestaltung der Fläche „Sport im Park“ wurde gemeinsam mit dem Amt für Soziales und Senioren sowie der Initiative des Sportkreises Heidelberg „Mehr Bewegung lebenslang“ erarbeitet.

Barrierefreiheit und Aufenthaltsqualität

Alle Flächen der Schwanenteichanlage werden barrierefrei erschlossen. Auch der Spielplatz, der in der Mitte der Anlage rund einen Meter unter dem Umgebungsniveau liegt, wird künftig durch eine Rampe barrierefrei erreichbar sein. Zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität werden in der Schwanenteichanlage mehr als 20 Sitzbänke aufgestellt. Die neuen Wegebeziehungen, die durch die Neugestaltung des Quartiers Kurfürstenanlage / Bahnhofstraße entstanden sind, werden künftig in der Schwanenteichanlage sinnvoll fortgesetzt. Das Gurs-Mahnmal wurde bereits im Juli 2014 im südlichen Teil der Anlage nahe dem Schwanenteich errichtet.

Geschichte der Schwanenteichanlage

Die Schwanenteichanlage an der Stadtbücherei entstand in den frühen 1960er Jahren, als der Hauptbahnhof von Bergheim an seinen heutigen Standort verlegt worden ist. Ihre Entstehungszeit ist auch heute noch vereinzelt an der spezifischen Art einzelner Gestaltungselemente wie z.B. an Geländern und Handläufen oder an den Sandsteinmauern beim heutigen Kinderspielplatz abzulesen. Die vergangenen 50 Jahre haben die Anlage stark altern lassen, viele Veränderungen an den Rändern und im Inneren haben die ursprüngliche Gestaltung verwässert und verfälscht, sodass die heutige Anlage keinen erkennbaren originären Charakter mehr aufweist.