Die Stadt Heidelberg tritt dem Netzwerk der deutschen Bio-Städte, -Gemeinden und -Landkreise bei. Das hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am 5. März 2015 einstimmig beschlossen. In dem Netzwerk sind aktuell rund 20 Städte und Gemeinden aktiv, darunter Großstädte wie Bremen, Hamburg, München, Nürnberg und Freiburg, aber auch kleinere Städte und Gemeinden wie Lauf a. d. Pegnitz und Maselheim (Landkreis Biberach). Bisher traf sich das Netzwerk auf informeller Basis – mit einer Kooperationsvereinbarung wollen die beteiligten Städte nun die Außenwirkung stärken. Durch den Beitritt möchte die Stadt Heidelberg von den Erfahrungen anderer Städte profitieren.

Außerdem wollen die Netzwerkpartner gemeinsam Strategien und Lösungsansätze entwickeln und Fördermittel akquirieren. Heidelberg hat in der Vergangenheit bereits seit 2012 an Treffen der Bio-Städte teilgenommen und war im April 2014 selbst Gastgeber gewesen. Die Kooperationsvereinbarung haben bislang Nürnberg, Freiburg, Augsburg und Lauf unterzeichnet. Das deutsche Netzwerk kooperiert auch auf europäischer Ebene, z.B. mit dem Städteverbund „Città del Bio“.

Projekt „Bio in Heidelberg“ legte den Grundstein

Im Rahmen des Projektes „Bio in Heidelberg“ hat das städtische Agenda-Büro in den vergangenen beiden Jahren Strukturen aufgebaut, um ökologische Landwirtschaft, weiterverarbeitende Bio-Betriebe, den Bio-Handel und den Konsum von Bio-Produkten zu stärken. Dazu gehört z.B. die Gründung eines Runden Tischs Bio. Daneben setzte die Stadt gemeinsam mit lokalen Akteuren Projekte um – von einer Bio-Woche über die Erstellung eines Bio-Einkaufsführers bis hin zu Bildungsprojekten für Schulen und Fortbildungen für Landwirte und Gastronomen.

Das Projekt „Bio in Heidelberg“ wurde zur Hälfte durch das Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung gefördert. Zur Fortsetzung hat das städtische Umweltamt im Haushalt 2015 / 2016 Mittel eingestellt. Derzeit plant das Agenda-Büro ein Bio-Kochbuch, das Rezepte von bekannten Persönlichkeiten aus Heidelberg sowie von Profi- und Hobbyköchen beinhaltet.