Das Frühjahr kommt – und damit auch die Hauptsaison für alle Hobbygärtner. Die Obst- und Gartenbauberatung im Landschafts- und Forstamt der Stadt Heidelberg gibt Hobbygärtnern gerne Tipps rund um den Garten, zu Kulturmaßnahmen und Pflanzenschutz:
Telefon 0 62 21/58-2 80 00

Im Hobbyobstbau dürfen grundsätzlich nur Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden, die in den aufgeführten Kulturen für den Bereich Haus- und Kleingarten zugelassen sind. Doch alle Maßnahmen nützen nichts, wenn sie zum falschen Zeitpunkt erfolgen. Aktuelle Hinweise zum Pflanzenschutz im Haus- und Kleingarten sind zu finden unter:
www.ltz-bw.de > Stichwort „Kleingarten“

Schädlinge und Pilze

Jetzt zum Austrieb ist auf dürre Triebe und Äste und hängengebliebene Fruchtmumien zu achten. Sie sind sorgfältig zu entfernen, da sie Infektionsquellen für zahlreiche Pilzkrankheiten sind, die Holz, Blüten und Früchte befallen. Krankes Holz nicht im Garten lagern, sondern vernichten, da einige Erreger auch auf Totholz leben und für neue Infektionen sorgen.

Auch der Befall durch einige tierische Schädlinge ist zu beobachten. Aufgrund der warmen Witterung sind bereits Frostspannerraupen und erste Läuse zu beobachten. Die Nützlingspopulation ist in 2014 gut entwickelt, so dass die Lage mit etwas Geduld in den Griff zu bekommen sein sollte. Bei jungen Pflanzen ist Vorsicht geboten. Sie sind empfindlicher, was einen frühzeitigen Einsatz eines Pflanzenschutzmittels rechtfertigt.

Die Maulbeerschildlaus – erkennbar an einem wolligen, weißen Belag an Ästen und Stämmen verschiedener holziger Pflanzen – widersteht jeder chemischen Behandlung. Um stark befallene Pflanzen zu retten, kann vor dem Austrieb mit einem Hochdruckreiniger ein Großteil der Schildläuse abgewaschen werden. Druck und Abstand sind so zu wählen, dass keine Rindenverletzungen entstehen. Pilzkrankheiten treten vorwiegend bei Nässe auf, es ist beim nächsten Regen mit starkem Sporenflug zu rechnen. Hier können die jungen Blätter mit einem Belagsfungizid geschützt werden.