Augenklinik Heidelberg

Mit modernen Laser-Verfahren können verschiedene Fehlsichtigkeiten sowie Alterssichtigkeit schonend korrigiert werden. Prof. Dr. Mike Holzer (Mitte), Leiter der Refraktiven Chirurgie der Universitäts-Augenklinik Heidelberg, bei der Laser-Behandlung eines Patienten. Foto: Universitätsklinikum Heidelberg

Um Alternativen zu Brille oder Kontaktlinsen geht es beim „Tag der offenen Tür“ in der Universitäts-Augenklinik Heidelberg am Samstag, 23. November 2013: Von 10.00 – 15.00 Uhr informiert das Ärzteteam in der Kopfklinik (Im Neuenheimer Feld 400) in Vorträgen und Videopräsentationen über Behandlungsmöglichkeiten bei verschiedenen Sehschwächen, Alterssichtigkeit oder Grauem Star. Bei Führungen durch die Räume der Augenklinik erhalten die Besucher einen Einblick in die Abläufe von der Diagnose bis zur Behandlung sowie in die Funktionsweise der modernen Laser zur Korrektur von Sehschwächen.

An der Universitäts-Augenklinik Heidelberg werden sämtliche zugelassenen Eingriffe der Laser- und Linsenchirurgie zur Korrektur von Fehl- und Alterssichtigkeit routinemäßig durchgeführt. „So können wir für jeden Patienten je nach Art und Stärke der Fehlsichtigkeit sowie den individuellen Eigenschaften seines Auges ein geeignetes Behandlungsverfahren auswählen“, sagt Prof. Dr. Mike Holzer, stellvertretender ärztlicher Direktor und Leiter der Refraktiven Chirurgie der Universitäts-Augenklinik.

Neue „Mini-Linse“ gegen Alterssichtigkeit

Alterssichtigkeit ist nicht allein ein Problem des weit fortgeschrittenen Alters: Ungefähr ab 40 verliert die Linse des Auges sukzessive ihre Flexibilität, das Auge kann sich nicht mehr auf das Sehen in der Nähe, z.B. beim Lesen, einstellen (Akkommodation). Früher oder später sind daher die meisten Menschen auf eine Lesebrille angewiesen. Wer sich daran nicht gewöhnen kann, dem stehen heute mehrere Behandlungsmöglichkeiten offen. Seit 2013 bietet das Team der Universitäts-Augenklinik die Implantation eines „Cornealen Inlays“ an. Das Implantat, eine winzige Linse von zwei Millimetern Durchmesser, wird vor der Pupille dauerhaft in die Hornhaut eingesetzt und kann die Lesebrille ersetzen. Zusätzliche Fehlsichtigkeiten können gleichzeitig mittels Laserbehandlung ausgeglichen werden.

Seit einigen Jahren bewährt sich die Laser-Behandlung bei Alterssichtigkeit. Dabei bewirken kurze Laserimpulse minimale Veränderungen innerhalb der Hornhaut des Auges – die Nahsicht verbessert sich deutlich. Eine solche Behandlung dauert in der Regel nur wenige Sekunden.

Moderne Laserbehandlungen und Kunstlinsen auf dem neuesten Stand der Technik

Bei vielen Verfahren kommt der sogenannte Femtosekundenlaser zum Einsatz, der nur Billiardstel Sekunden andauernde Laserimpulse erzeugt. Bei der Implantation des Inlays schneiden die Augenärzte mit seiner Hilfe höchst präzise eine winzige Klappe in die Hornhaut, in die das Implantat gelegt wird, bei der Laserkorrektur der Alterssichtigkeit setzt das High-Tech-Gerät feinste Schnitte in die Hornhaut und verändert so deren Brechkraft.

Kommt eine Laserbehandlung aus medizinischen Gründen nicht in Frage oder ist die Linse altersbedingt getrübt („Grauer Star“), können Kunstlinsen helfen, die sich – ähnlich der natürlichen Linse – auf das Sehen in unterschiedlichen Weiten einstellen. Mit ihnen können mehrere Sehfehler gleichzeitig korrigiert werden. Diese Operationen werden ebenfalls mit dem Femtosekundenlaser durchgeführt. Er eröffnet schonend und präzise die Linsenkapsel und zerkleinert den Linsenkern.

Laserbehandlungen und Implantationen von Kunstlinsen werden – in der Regel mit Ausnahme von Operationen bei Grauen Star – von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen.