Die zweistündlich durchgehende Regionalverbindung im Zugverkehr zwischen Heidelberg und Stuttgart, droht zu entfallen. Dies plant das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur aufgrund der schwachen Auslastung. Sie soll durch schnellere InterCity-Verbindungen bzw. Umsteigeverbindungen (über Bretten oder Mühlacker) ersetzt werden. Die baden-württembergischen Landtagsabgeordneten Theresia Bauer und Kai Schmidt-Eisenlohr (Bündnis ’90 / Die Grünen) haben diesbezüglich Bedenken geäußert: „Ein modernes und am Kunden orientiertes Mobilitätsnetz erfordert ein umfassendes und breites Schienenpersonennahverkehrsangebot“.

Fahrgastauslastung derzeit nicht wirtschaftlich

Laut Ministerium ist die Fahrgastauslastung gegenüber der möglichen Kapazität derzeit nicht wirtschaftlich. Demgegenüber steht allerdings, dass der Regionalexpress weitaus günstiger und beispielsweise mit dem beliebten Baden-Württemberg-Ticket nutzbar ist. „Eine Ausdünnung des Angebots wäre gerade für die Gruppe der Geringverdiener, Gelegenheitsfahrerinnen und -fahrer und Menschen mit Behinderung eine spürbare Verschlechterung. Der Regionalexpress stellt durch die Barrierefreiheit und die günstigen Preise im Gegensatz zu InterCitys die einzige schnelle, umstiegsfreie und preiswerte Alternative von Heidelberg über Wiesloch / Walldorf nach Stuttgart dar“, erklärt der Landtagsabgeordnete Kai Schmidt-Eisenlohr (Wiesloch).

„Wir sehen die Probleme, die ein Ersatz des Regionalexpresses durch die schnellere IC-Verbindung mit sich bringt. Wir werden schnellstmöglich mit dem Verkehrsministerium und den Vertretern der Region Rhein-Neckar und Verbänden ins Gespräch kommen. Gemeinsam werden wir versuchen, dabei sowohl Erhalt sowie tragfähige Alternativen zu prüfen. Wichtig ist uns, leistungsfähige, preisgünstige und attraktive Verbindungen sicherzustellen. Allerdings muss dies unter dem Gesichtspunkt der Wirtschaftlichkeit und Effizienz auch darstellbar sein“, so die Heidelberger Landtagsabgeordnete Theresia Bauer.