Die Stadt Heidelberg führt für die Konversionsfläche Rohrbach-Hospital einen städtebaulichen Ideenwettbewerb durch. Bis November 2014 sollen Architekten sowie Stadt- und Landschaftsplaner aus ganz Europa Vorschläge für ein städtebauliches Gesamtkonzept auf dem gut neun Hektar großen Areal machen. Grundlage des Wettbewerbs ist die sogenannte Auslobung. Sie enthält die konkrete Aufgabenstellung für die Teilnehmer. Verfasst wurde die Auslobung von der Stadtverwaltung in intensivem Dialog mit der Bürgerschaft und dem Entwicklungsbeirat.

Beratung in Bezirksbeirat und Konversionsausschuss

Am 25. Juni 2014 berät der Bezirksbeirat Rohrbach als erstes Gremium über den Text. Die Entscheidung trifft dann am 9. Juli 2014 der Konversionsausschuss. Der Gemeinderat hatte bereits im November 2013 einen Grundsatzbeschluss zur Durchführung eines städtebaulichen Ideenwettbewerbs gefasst. Der gesamte Prozess ist auch mit dem Grundstückseigentümer, der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, abgestimmt.

Die Wettbewerbsteilnehmer sollen in ihren Arbeiten Aussagen zur Bebauung, Nutzungsverteilung, Erschließung und zur Gestaltung des öffentlichen und privaten Raumes machen. Grundsätzlich soll das Gebiet mit einer Mischung aus Wohnen, Gewerbe und Bildungseinrichtungen entwickelt werden. Im Vordergrund soll die Wohnnutzung stehen. Eine wichtige Rolle sollte auch die Vernetzung des ehemaligen Kasernengeländes mit den umliegenden Stadtvierteln spielen. Außerdem sollen die Wettbewerbsteilnehmer Nutzungsvorschläge für zwei denkmalgeschützte sowie mehrere erhaltenswerte Gebäude auf dem Gelände machen. Zu berücksichtigen ist ferner der Bestand an erhaltenswerten Bäumen.

Ab Mitte August 2014 können die Teilnehmer auf die Auslobung und alle notwendigen Unterlagen zugreifen. Sie haben dann bis zum 10. November 2014 Zeit, um ihre Pläne auszuarbeiten. Am 19. September 2014 soll es zudem ein öffentliches Rückfragenkolloquium auf der Fläche geben. Hier besteht für die Bürger Gelegenheit, mit den Wettbewerbsteilnehmern ins Gespräch zu kommen. Die Entscheidung über die Preisträger soll im Dezember 2014 fallen. Anschließend werden die Arbeiten öffentlich ausgestellt und in einem Bürgerforum diskutiert. Das Ergebnis des städtebaulichen Ideenwettbewerbs dient als Grundlage für die weitere Konkretisierung der Bebauung.