Zu einem praktischen Kurs über Schnitt und sommerliche Pflegemaßnahmen lädt die Beratungsstelle für Obst- und Gartenbau beim Landschafts- und Forstamt der Stadt Heidelberg am 16. August 2014 um 13.30 Uhr ein. Treffpunkt ist der Parkplatz am Obstgroßmarkt in Heidelberg-Handschuhsheim, Dossenheimer Landstraße 151.

Nähere Informationen und Anmeldung:
Telefon 0 62 21/58-2 80 00

Warum im Sommer Obstbäume schneiden? Ein fachgerechter Schnitt im August bringt Vorteile: Im Gegensatz zum Winterschnitt wird durch den Verlust von Blattfläche das Wachstum der Gehölze im Folgejahr gebremst und die Fruchtbarkeit gefördert. Dieses kann man sich bei stark treibenden und / oder jungen Obstbäumen jeglicher Art zunutze machen. Ein weiterer Vorteil: Durch das vorhandene Laub sind Verdichtungen und Disharmonien im Baum besser zu erkennen als im Winter.

Pflaumen, Zwetschgen, Mirabellen und Aprikosen können direkt nach der Ernte geschnitten werden, mit Ausnahme der späten Sorten, da der Schnitt grundsätzlich Ende September beendet sein soll. Bei Apfelbäumen werden die Früchte freigestellt. Die bessere Besonnung sorgt für rotbackige, haltbare und aromatische Äpfel.

Süßkirschen müssen grundsätzlich während der Vegetation, also entweder im August, in der Blüte oder – bei spät reifenden Sorten auf großen Bäumen – auch mit der Ernte geschnitten werden. Nur so ist eine gute Wundverheilung gewährleistet und die Gefahr von Pilzinfektionen an den Schnittstellen gering. Das gilt auch für andere Baumarten.

Für Beerenobst und Sauerkirschen ist der Schnitt im Winter besser. Nur sehr dichte und stark wachsende Pflanzen werden nach der Ernte grob ausgelichtet. Bei Himbeeren müssen abgetragene Ruten unmittelbar nach der Ernte bodengleich entfernt werden, um einem Befall mit der Rutenkrankheit vorzubeugen.