Prof. Werner Hacke

Prof. Dr. Werner Hacke, einer der weltweit führenden Schlaganfall-Experten und Ärztlicher Direktor der Neurologischen Universitätsklinik Heidelberg. Foto: Universitätsklinikum Heidelberg

Wie kann man einem Schlaganfall vorbeugen? Woran erkennt man ihn, so dass er rechtzeitig behandelt werden kann? Prof. Dr. Werner Hacke, einer der weltweit führenden Schlaganfall-Experten und Ärztlicher Direktor der Neurologischen Universitätsklinik Heidelberg, trägt am Mittwoch, 30. Oktober 2013, bei der Veranstaltungsreihe „Medizin am Abend“ unter dem Motto „Schlag den Schlag! Schlaganfälle erkennen und vermeiden“ vor. „Wir können heute den Schlaganfall schlagen“, sagt Prof. Hacke. „In vielen Fällen können wir ihn vermeiden und wir können ihn behandeln, wenn die Patienten früh in die Klinik kommen.“ Die Veranstaltung findet um 19.00 Uhr im Hörsaal der Kopfklinik (Im Neuenheimer Feld 400) statt. Alle Interessierten sind eingeladen!

Schlaganfälle sind häufig und werden immer häufiger: Jedes Jahr sind rund 270.000 Menschen in Deutschland davon betroffen. Weltweit ist der Schlaganfall inzwischen die häufigste Todesursache und die häufigste Ursache für eine schwere Behinderung. Und die Erkrankungszahlen steigen dramatisch. Zugrunde liegt dem Schlaganfall entweder ein akuter Durchblutungsstopp im Gehirn oder eine Hirnblutung. Betroffen sind meist ältere Menschen, aber rund 15 Prozent der Schlaganfall-Patienten sind unter 45 Jahren.

Effektive Behandlung in spezialisierter „Schlaganfallstation“

Der Schlag schlägt oft aus heiterem Himmel zu und doch gibt es erste Zeichen, die man bemerken kann und deshalb kennen sollte, sowie vermeidbare Risikofaktoren. „Die Chancen, einen Schlaganfall zu überleben und keine Behinderung davonzutragen, haben sich in den letzten Jahren stark verbessert“, erklärt Prof. Hacke. Das liegt vor allem an den guten Behandlungsmöglichkeiten durch präzise Diagnostik und effektive Medikamente. „Voraussetzung ist allerdings, dass die Patienten rechtzeitig in eine spezielle Schlaganfall-Einheit kommen, um dort fachgemäß untersucht und behandelt zu werden.“

Was sind die frühen Symptome eines Schlaganfalls? Je nach Hirnregion kann eine mangelhafte Durchblutung zu sehr unterschiedlichen, teils vorübergehenden Ausfällen führen. Ganz typisch ist allerdings die Kombination einer schmerzlosen Schwäche eines Arms oder einer Körperhälfte mit einer Störung des Sprechens. Die Risikofaktoren sind vielfältig: Hoher Blutdruck, Fettstoffwechselstörung, Rauchen und die Zuckerkrankheit schädigen die Blutgefäße des Gehirns und vermindern die Durchblutung. Herzrhythmusstörungen können Embolien im Gehirn begünstigen. Zur Blutung kann es infolge von stark erhöhtem Blutdruck oder von Schwachstellen an den Gehirngefäßen kommen.

Weitere Informationen:
www.medizin-am-abend.de