Regenbogenfahrt

Am 25. August werden die Regenbogenfahrer im Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Heidelberg erwartet. Foto: Deutsche Kinderkrebsstiftung

45 junge Erwachsene, die alle im Jugendalter an Krebs erkrankt waren, legen für die diesjährige Regenbogenfahrt der Deutschen Kinderkrebsstiftung 600 Kilometer mit dem Fahrrad zurück: vom Start in Saarbrücken / Homburg bis nach Freiburg. Traditionell besuchen sie die an der Wegstrecke liegende Behandlungszentren für krebskranke Kinder, um den jungen Patienten und ihren Eltern zu zeigen: „So wie wir könnt ihr es auch schaffen!” Heute (25. August 2014) können sich die kleinen Patienten des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Heidelberg auf den Besuch der Radfahrer freuen.

Erwartet werden die Regenbogenfahrer in der Kinderklinik am Morgen; der Verein für krebskranke Kinder Heidelberg nimmt sie in Empfang und lädt sie zunächst zu einem Frühstück ein. Für die Radler ist das Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin die zweite Station in Heidelberg: Am 24. August besuchten sie das Waldpiraten-Camp, um auch den dortigen Kindern und Jugendlichen Mut zu machen.

Mit der Regenbogenfahrt wollen die jungen Erwachsenen, die aus ganz Deutschland kommen, der Öffentlichkeit beweisen, dass auch nach einer Krebserkrankung sportliche Höchstleistungen möglich sind. Vor allem aber geht es darum, den krebskranken Kindern und ihren Eltern in den Behandlungszentren Mut und Hoffnung zuzusprechen. Auf die Teilnehmer der einwöchigen Fahrradtour wartet nicht nur eine Marathon-Distanz, sondern auch eine höchst anspruchsvolle Strecke, bei der diesmal sechs kinderonkologische Kliniken und zwei Reha-Zentren besucht werden. Außerdem empfangen zahlreiche Städte und Gemeinden die Regenbogenfahrer.

Schirmherr(inn)en dieser 22. Regenbogenfahrt sind die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, ihre rheinland-pfälzische Amtskollegin Malu Dreyer sowie der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann.

Jährliche Veranstaltung macht seit 21 Jahren Hoffnung auf Heilung bei Krebs

Vor 21 Jahren wurde in Hannover die Regenbogenfahrt zum ersten Mal gestartet. Die Wegstrecke führte die 17 jungen Teilnehmer damals unter dem Motto „Fahrt auf dem Regenbogen – für Hoffnung auf Heilung bei Krebs” von der niedersächsischen Landeshauptstadt nach Dresden. Nicht ohne Grund war diese Wegstrecke gewählt worden, da Patienten in den neuen Bundesländern darüber klagten, dass sie in Schule und Beruf mit vielen Vorurteilen zu kämpfen hatten. Diesen sollte die Fahrradtour ein Stück entgegenwirken.

Das positive Echo, das die Jungen und Mädchen damals erfuhren, prägt bis heute die jährlich stattfindende Tour, bei der bislang knapp 12.000 Kilometer auf dem Fahrrad zurückgelegt wurden. Die längste Strecke gab es 2004 von Oldenburg bis Aachen mit mehr als 730 Kilometern. Insgesamt wurden bei den bisherigen Regenbogenfahrten rund 150 Kliniken, in denen krebskranke Kinder und Jugendliche behandelt werden, und 147 Elternvereine besucht.

Die Regenbogenfahrt wurde 2012 von der Veranstaltungsreihe „365 Orte im Land der Ideen” als eines von 365 herausragenden Projekten in Deutschland geehrt und gewann darüber hinaus den Publikumspreis. Unterstützt wird die Fahrt auch in diesem Jahr von namhaften Sponsoren. Dazu gehören u.a. der RadClub Deutschland sowie die Barmer GEK, die seit vielen Jahren die Anliegen der Kinderkrebsstiftung mittragen.

Deutsche Kinderkrebsstiftung

Veranstalter der Regenbogenfahrt ist die Deutsche Kinderkrebsstiftung. Die überwiegend aus Spenden finanzierte Organisation, die vom Dachverband der Deutschen Leukämie-Forschungshilfe – Aktion für krebskranke Kinder e.V. (DLFH) gegründet wurde, steht krebskranken Kindern und ihren Familien mit Rat und Tat zur Seite und setzt sich dafür ein, dass Heilungschancen, Behandlungsmethoden und Lebensqualität krebskranker Kinder ständig weiter verbessert werden. DLFH und Deutsche Kinderkrebsstiftung sind autorisierte Interessenvertretung von 74 Elternvereinen in Deutschland sowie der betroffenen Familien und vertreten rund 25.000 Einzelpersonen.