In über 125 Städten in 27 Ländern treten am 4. Oktober 2014 Zehntausende für den Schutz der Arktis in die Pedale. Auch in Heidelberg organisieren Greenpeace-Ehrenamtliche einen sogenannten „Ice Ride“. Für diese Fahrraddemo haben die Teilnehmer ihre Räder mit Motiven der arktischen Tierwelt, Flaggen und Farben dekoriert. Startpunkt ist um 14.00 Uhr am Tiergarten-Schwimmbad Heidelberg (Tiergartenstraße 13). Anschließend radeln die Teilnehmer zusammen durch die Innenstadt. Zwischen 15.00 und 16.00 Uhr treffen sie zur Abschlusskundgebung auf der Neckarwiese ein.

Unterstützung kommt von Umweltverbänden und -akteuren

Insgesamt sind die Umweltschützer in 31 deutschen Städten, darunter Leipzig, Hannover, Hamburg, Berlin und Nürnberg, auf Fahrrädern unterwegs. Unterstützt werden die Greenpeace-Ehrenamtlichen regional von BUND, VCD, ADFC, Critical Mass und anderen Akteuren. Zudem gibt es in einigen Städten Rahmenprogramme wie Live-Musik, Poetryslam, Infostände und Kinderschminken.

Mit dem „Ice Ride“ fordert Greenpeace, dass Gazprom umgehend die Ölförderung in der russischen Petschorasee einstellt. „Die Zukunft der Arktis liegt auf dünnem Eis, denn durch den Klimawandel schmilzt der Nordpol. Die Ölindustrie will daraus Profit schlagen und dringt immer tiefer in die Arktis vor, um nach Öl zu bohren. Wir setzen uns dafür ein, dass dieser einzigartige Lebensraum vor den Interessen der Ölindustrie geschützt wird“, sagt Jeannette Röder von Greenpeace Mannheim-Heidelberg.

Sechs Millionen Menschen haben UN-Petition für den Schutz der Arktis unterschrieben

Weltweit haben bereits sechs Millionen Menschen eine UN-Petition für den Schutz der Arktis unterschrieben. Allein in Deutschland sind es 485.000 Menschen, die die industrielle Ausbeutung der Hohen Arktis verhindern wollen. In der vergangenen Woche sind die Unterschriften in New York an UN-Generalsekretär Ban Ki-moon überreicht worden. „Dabei sagte er, dass er ein internationales Gipfeltreffen zur Arktis plane“, teilt Greenpeace mit.