Heidelberg Passive House

Die Heidelberger Bahnstadt ist „Passivhaus-Region des Jahres“. OB Dr. Eckart Würzner (r.) und Ralf Bermich (Umweltamt) freuten sich über die Auszeichnung. Foto: Stadt Heidelberg

Die Heidelberger Bahnstadt ist „Passivhaus-Region des Jahres“. Beim internationalen Wettbewerb „Passive House Award 2014“ hatten sich weltweit mehr als 100 Projekte aus 20 Ländern in insgesamt sechs Kategorien beworben. Die Preisträger wurden bei der 18. Internationalen Passivhaus-Tagung in Aachen am 25. April 2014 bekannt gegeben. Das Passivhaus-Institut hatte den Award im Rahmen des EU-Projekts „Passive House Regions with Renewable Energies“ (PassREg) ausgelobt. Schirmherr ist das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

„Die Auszeichnung der Bahnstadt als Passivhaus-Region des Jahres erfüllt uns mit großer Freude“, sagte Heidelbergs Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner anlässlich der Preisverleihung. „Der Award beweist eindrucksvoll, wie groß die Strahlkraft des Leuchtturmprojekts Bahnstadt ist. Vertreter aus Stadtentwicklung, Politik und Medien kommen aus ganz Europa, Asien und Amerika nach Heidelberg, um sich ein Bild von der weltgrößten Passivhaussiedlung zu machen. Unser jüngster Stadtteil zeigt, was möglich ist, wenn man die technischen Möglichkeiten intelligent anwendet.“

„Die anhaltende Nachfrage zeigt, dass das Konzept der Bahnstadt aufgeht“, so Jens-Uwe Götsch, Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft Heidelberg (EGH). „Neben der energetischen Effizienz wird sehr viel Wert auf einen ausgewogenen Nutzungsmix und die großzügige Gestaltung der Freiflächen gelegt. Wir sind begeistert, dass das Konzept auch international Anerkennung findet.“ Die Bahnstadt sei richtungsweisend dafür, wie künftig auch für umfassende Bauvorhaben und ganze Städte das Passivhaus zum Standard werden könnte, hieß es in dem Urteil der Jury. Zugleich werde deutlich, wie eine weitsichtige Planung der lokalen Behörden zu einem hohen Maß an Energieeffizienz und damit zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen könne.

Mit dem Passive House Award, der 2014 zum ersten Mal auch in der Kategorie „Passivhaus-Regionen“ verliehen wurde, zeichnet das Passivhaus-Institut herausragende Projekte aus, die hochwertige Architektur mit höchster Energieeffizienz kombinieren. Der Passive House Award wurde in den Kategorien Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser, Sonderbauten Bürogebäude, Sanierungen, Weiterbildungseinrichtungen, Schulen und Kitas sowie Regionen vergeben und ging neben der Bahnstadt an ein Reihenhaus in Philadelphia, ein Mehrfamilienhaus in Berlin, ein Seminargebäude in Südkorea, ein Sanierungsprojekt in New York, das Kunstmuseum Ravensburg sowie an ein Gebäude-Ensemble in Finnland.