Heidelberg Orthopädische Uniklinik

Die Orthopädische Universitätsklinik Heidelberg wurde als Endoprothetik-Zentrum der Maximalversorgung ausgezeichnet. Foto: Universitätsklinikum Heidelberg

Der Ersatz von Knie- und Hüftgelenk ist eine der häufigsten Operationen in Deutschland – auch an der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg. Insgesamt werden dort rund 1.100 dieser künstlichen Gelenke (Endoprothesen) pro Jahr eingesetzt. Seit Jahresbeginn 2014 beteiligt sich die Klinik aktiv an der neuen externen Qualitätsoffensive der deutschen Fachgesellschaften und Krankenkassen, um die Ergebnisqualität nachvollziehbar für einzelne Kliniken und Typen von Gelenkimplantaten zu dokumentieren.

Dazu ist die Orthopädische Universitätsklinik Heidelberg Ende 2013 als eine der ersten im Rhein-Neckar-Raum und als eine der ersten Universitätskliniken in Deutschland geprüft worden. Die Qualität der durchgeführten Eingriffe und die damit verbundenen internen Abläufe sind durch die Zertifizierung als Endoprothetik-Zentrum der Maximalversorgung in einer unabhängigen Fachbegutachtung (EndoCert) bestätigt worden. Ziele der externen Qualitätsoffensive, die 2012 von der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie initiiert worden ist, sind eine hohe Qualität der Versorgung und die maximale Sicherheit für die Patienten bei rund 400.000 Gelenkersatz-Operationen in Deutschland.

Neben hohen Qualitätsanforderungen, die im Operationssaal gelten müssen, zählen konsequente Hygienemaßnahmen ebenso zu den Kriterien wie die Qualität der Pflege auf den Stationen und die Zusammenarbeit mit externen Kooperationspartnern, z.B. niedergelassenen Ärzten und Physiotherapeuten. Die Qualität wird vor allem dadurch gewährleistet, dass die Operationen von sehr gut ausgebildeten und erfahrenen Ärzten durchgeführt werden. Bei der Vorbereitung und Betreuung der Patienten arbeitet ein interdisziplinäres Team zusammen. Die Patienten werden umfassend informiert und bei der Auswahl des geeigneten Operationsverfahrens individuell beraten.

Externe Qualitätssicherung bestätigt interne Ergebnisqualität

Die Orthopädische Universitätsklinik Heidelberg führt zudem seit 1996 ein hauseigenes Endoprothetik-Register, das die Kunstgelenk-Operationen und ihre Ergebnisse erfasst. In mehreren klinischen Studien ist die Ergebnisqualität, Patientenzufriedenheit und Haltbarkeit der eingesetzten Prothesen untersucht worden. Außerdem beteiligt sich die Klinik am ersten Endoprothesen-Register in Deutschland (EPRD), das seit Anfang 2014 am Start ist.

„Die externe Qualitätssicherung hat das hohe Niveau der Operationen an unserer Klinik bestätigt und ergänzt unser internes Register, das wir bereits seit mehreren Jahrzehnten führen”, erklärt Prof. Dr. Volker Ewerbeck, Ärztlicher Direktor der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg. Alle endoprothetischen Operationen werden dabei erfasst, genau dokumentiert und nachverfolgt; viele Daten sind in klinischen Studien ausgewertet und publiziert. So konnte z.B. für Patienten unter 60 Jahren gezeigt werden, dass ihr Hüftimplantat auch noch über 20 und 25 Jahre nach der Operation völlig funktionstüchtig war. Eine weitere aktuelle Studie zeigt, dass 98 Prozent der Patienten nach eingesetzter Schlittenprothese im Knie wieder Sport ausüben und ein aktives Leben führen können.

Vergleichsdaten im Internet helfen bei der Auswahl der Klinik

„Die externe Begutachtung wird künftig Vergleiche zwischen den einzelnen Zentren ermöglichen und dem Patienten bei der Auswahl seiner Klinik helfen”, so Prof. Ewerbeck.

Weitere Informationen, u.a. zu teilnehmenden Kliniken:
www.endocert.de
www.eprd.de