Im Rahmen seiner Sommertour hat Heidelbergs Bürgermeister Wolfgang Erichson, Leiter des Dezernats für Integration, Chancengleichheit und Bürgerdienste, am Mittwoch, 28. August 2013, die neue Müllverladehalle auf dem Gelände der Abfallentsorgungsanlage in Heidelberg-Wieblingen (Mittelgewannweg 2a) besichtigt. Die Müllverladehalle ist im Juni 2013 in Betrieb gegangen. In ihr werden Restmüll, Altpapier, der Müll aus dem „Gelben Sack“ und Sperrmüll aus den Heidelberger Haushalten und Gewerbebetrieben umgeladen, bevor sie nach Mannheim zur Verbrennung oder zu den entsprechenden Verwerterfirmen weitergeleitet werden.

Erhebliche Zeitersparnis

Bis zum Inkrafttreten des neuen Entsorgungsvertrages im Januar 2013 hatten die Entsorgungsfahrzeuge der Stadt Heidelberg den Abfall noch direkt nach Mannheim transportiert. Seit Januar übernehmen dies Transporteure im Auftrag der Mannheimer „MVV Umwelt Ressourcen GmbH“. Für die Stadt Heidelberg bedeutet dies eine erhebliche Zeitersparnis. Damit die Umladung sicher, emissionsarm und effizient ist, wurde der Bau einer Müllverladehalle notwendig.

Infos zur Halle

Die Halle ist 60 Meter lang, 35 Meter breit und hat ein Volumen von 30.450 Kubikmetern. Sie hat sechs Rolltore. Das ermöglicht eine sichere und zeitgleiche Trennung des Anlieferverkehrs durch die Müllfahrzeuge von den Fahrzeugen der Firmen, die für den Abtransport zuständig sind. Die Halle ist für die Umladung von insgesamt 56.000 Tonnen Abfall im Jahr angelegt. Sie besteht aus Stahlbeton und hat einen flüssigkeitsdichten Fußboden. Das gesamte Regenwasser der Halle wird gesammelt und komplett in die Zisterne des benachbarten Bioabfall-Kompostwerks geleitet, wo es für den Betrieb des Kompostwerks verwendet wird. Die Photovoltaikanlage auf dem Dach der Umladehalle wurde durch die Stadtwerke Heidelberg Umwelt GmbH gebaut. Diese umfasst 810 Module, die bislang 32 Megawattstunden Strom erzeugt haben. Diese werden dem allgemeinen Stromnetz zugeführt.