DKFZ NCT Radiologie

Prof. Heinz-Peter Schlemmer und Regula Gnirs besprechen MRT-Befunde. Foto: Tobias Schwerdt / DKFZ

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) hat am 24. April 2015 im Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) eine neue Magnetresonanztomographie-Einheit in Betrieb genommen. Studienpatienten im NCT Heidelberg haben von nun an kürzere Wege: Im NCT-Gartengeschoss nahm die neue MRT-Einheit des DKFZ ihren Betrieb auf. Die DKFZ-Radiologen haben dort zwei Magnetresonanztomographen installiert, darunter ein besonders leistungsstarkes 3 Tesla-MRT.

„Ein wichtiges Anliegen des NCT ist es, so viele Patienten wie möglich im Rahmen von klinischen Studien zu behandeln. Gerade bei Studienpatienten müssen wir besonders genau mitverfolgen, wie sich die Tumoren unter Therapie entwickeln. Dafür ist die MRT-Bildgebung unerlässlich“, erklärt Prof. Otmar Wiestler, Vorstandsvorsitzender des DKFZ. „Mit dieser hochmodernen Einrichtung können wir auch die Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum auf dem Gebiet der Radiologie ausbauen.“ Der Radiologe Prof. Dr. Heinz-Peter Schlemmer vom DKFZ ergänzt: „Von jetzt an müssen die NCT-Patienten nicht den Weg ins DKFZ auf sich nehmen, sondern sie können die Untersuchung gleich in den ihnen bekannten Räumlichkeiten des NCT wahrnehmen.“

Auch Medizinphysiker nutzen die Geräte für Forschungszwecke

Die neue MRT-Einheit ist auf insgesamt über 400 Quadratmetern mit Anmeldung, Patienten-Wartebereich und Büros für die beteiligten Ärzte und Wissenschaftler ausgestattet. Neben den Radiologen, die die bildgebende Diagnostik betreiben, nutzen auch die Medizinphysiker des DKFZ die beiden Geräte für Forschungszwecke: Sie entwickeln und verbessern Messverfahren, um mit funktionellen MRT-Messungen noch mehr biomedizinische Informationen über die Erkrankung zu erlangen, etwa über die Durchblutung des Tumors oder über die Membranstruktur der Krebszellen. Mit diesen Untersuchungen sollen Krebstherapien weiterentwickelt und noch gezielter auf den einzelnen Patienten zugeschnitten werden.