Heidelberg UMM Kooperation

PD Dr. Tobias Brandt und Geschäftsführer Bernd Fey (Kliniken Schmieder) mit Geschäftsführer Alfred Dänzer und dem Direktor der Neurologie, Prof. Dr. Michael Hennerici (UMM) stellten die Zusammenarbeit beider Häuser auf ein noch festeres Fundament. Foto: UMM / Kliniken Schmieder

Die Kliniken Schmieder und die Universitätsmedizin Mannheim (UMM) haben eine Kooperationsvereinbarung getroffen, die sich der Rehabilitation nach neurologischen Erkrankungen widmet – ein besonders häufiges Krankheitsbild in diesem Zusammenhang ist der Schlaganfall, doch gehören in diese Gruppe von Erkrankungen auch Schäden des Zentralnervensystems nach Reanimationsmaßnahmen oder Unfällen sowie entzündliche oder Tumorerkrankungen. Ziel ist es, den Patienten (und Angehörigen) einen reibungslosen Übergang von der Akutbehandlung in die daran anschließende Rehabilitation zu ermöglichen.

Der Kooperationsvertrag sieht vor, dass Patienten der UMM bevorzugt in den Kliniken Schmieder Heidelberg (Speyererhof) zur Neurologischen Frührehabilitation aufgenommen werden. Zudem stimmen die beiden Einrichtungen ihre Behandlungskonzepte aufeinander ab, um noch während der Behandlung im Schlaganfallkompetenzzentrum möglichst günstige Ausgangsbedingungen für eine geplante Rehabilitationsbehandlung zu schaffen, was eine Rückkehr der Patienten in ihren Alltag fördert. Sollten während der Rehabilitationsbehandlung erneut starke akute Probleme auftreten, funktioniert die Verlegung auch in umgekehrter Richtung – dann nämlich sichert das Klinikum eine unmittelbare Rückverlegung. Ergänzt wird die Kooperationsvereinbarung durch Absprachen zu gegenseitigen Hospitationen und zur Begleitung von Arztvisiten. Außerdem soll die bislang schon praktizierte Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen intensiviert werden.

Die Kliniken Schmieder (Sitz: Allensbach am Bodensee) betreiben sechs neurologische Rehabilitationskliniken in Baden-Württemberg. Das Unternehmen besteht seit über 60 Jahren, hat sich ein hervorragendes Renommee seiner Fachkliniken erarbeitet und gilt als Vorreiter in der neurologischen Rehabilitation. In ihren Einrichtungen versorgen die Kliniken Schmieder jährlich über 13.000 Menschen mit neurologischen Erkrankungen aller Phasen und Schweregrade.

Die Neurologische Klinik an der UMM verzeichnet jährlich gut 2.000 stationär aufgenommene Patienten, davon über 1.200 Schlaganfallpatienten. Bei letzteren weist Mannheim eine der höchsten Thrombolyseraten in Deutschland auf. 1998 wurde hier die erste baden-württembergische Spezialstation zur Behandlung von Schlaganfallpatienten eingerichtet (stroke unit). Neben der Krankenversorgung engagieren sich die Mannheimer Neurologen auch in besonderem Maße in internationalen Forschungsprojekten.