Zum elften Mal tagte am 19. November 2013 in Heidelberg der Entwicklungsbeirat Konversion unter Leitung des Ersten Bürgermeisters Bernd Stadel. Ein wichtiges Ergebnis der Diskussion: Die Konversion bietet die Chance, Potenziale schnell zu nutzen, aber auch schwierige Fragen eingehend zu behandeln, um tragfähige Lösungen zu finden. Zu Beginn der Sitzung informierte Hans-Jürgen Heiß, Dezernent für Konversion und Finanzen, über die neuesten Termine zur Flächenübergabe. Demnach planen die Amerikaner, der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) die Bereiche Mark Twain Village West und Campbell Barracks noch im Dezember 2013 zu übergeben; im Januar 2014 sollen schließlich die Patton Barracks folgen. Dadurch kann die bisher noch fehlende Bestandsuntersuchung, insbesondere für die Südstadt, bald durchgeführt werden. Gleichzeitig entsteht durch die zeitnahe Übergabe ein weiterer Entwicklungsdruck auf den Gesamtprozess, der für die Stadtverwaltung und die externen Fachplaner eine große Herausforderung darstellt, der man sich stellen wird.

Über die Themen Geschwindigkeit und Steuerung des Gesamtprozesses wurde in dem 34-köpfigen Gremium, dem u.a. Vertreter aus Bürgerschaft, Verbänden und dem Gemeinderat angehören, denn auch intensiv diskutiert. Erster Bürgermeister Stadel betonte: „Wir sollten uns mit den Planungen keine wichtigen Zukunftsoptionen verbauen, wir müssen aber auch nicht alle Fragen sofort lösen. So können und sollten wir beispielsweise über die Gestaltung der Römerstraße in Zukunft weiter sprechen, wenn etwa Ausbaumaßnahmen des öffentlichen Nahverkehrs greifen.“

Hans-Jürgen Heiß ergänzte: „Die Konversion ist eine Daueraufgabe. Das, was wir nun erarbeiten, etwa im Rahmen des Masterplans Südstadt, ist nicht auf alle Ewigkeit in Stein gemeißelt, sondern unterliegt einer ständigen Weiterentwicklung.“ Wichtig sei es, dringliche Themen wie die Schaffung preisgünstigen Wohnraums zügig anzupacken. Andere Punkte wie etwa die exakte Linienführung von Bussen könnten auch zu einem späteren Zeitpunkt noch optimiert werden.

Positiv bewertete das Gremium auch das geplante Vorgehen zur Konversion in Rohrbach, also dem Areal rund um das US-Hospital. Um möglichst vielfältige Impulse für die Entwicklung der Konversionsfläche zu erhalten, soll für diese Fläche ein städtebaulicher Ideenwettbewerb durchgeführt werden, bei dem die Bürger aktiv beteiligt werden.