Heidelberg Elefantenpflegertreffen

In Heidelberg trafen sich 50 Elefantenpfleger aus aller Welt. Foto: Zoo Heidelberg

Ein besonderes Event fand vor wenigen Tagen im Zoo Heidelberg statt. In diesem Jahr richtete der Zoo Heidelberg das Internationale Elefantenpflegertreffen aus. Hier trafen sich 50 Kollegen aus aller Welt, um gemeinsam über die unterschiedlichen Erfahrungen mit ihren „sanften Riesen“ zu sprechen, neue Beschäftigungsmethoden auszutüfteln und über Probleme zu diskutieren, die der Umgang mit diesen sensiblen Tieren mit sich bringen kann. Seit 50 Jahren treffen sich in regelmäßigen Abständen Elefantentierpfleger aus aller Welt, um sich über einen der wohl interessantesten Berufe auszutauschen. In diesem Jahr richtete der Zoo Heidelberg das Treffen aus, zu dem sich Kollegen aus aller Welt – von der Schweiz, über Holland bis hin zu den USA – angemeldet hatten.

Der direkte Kontakt zu Elefantenbullen kann lebensgefährlich sein

Im Zoo Heidelberg leben ausschließlich Asiatische Elefantenbullen. Der direkte Kontakt vor allem zu Elefantenbullen, kann auch für Tierpfleger lebensgefährlich sein. Dies ist einer der Gründe, warum im Zoo Heidelberg die Haltung der Bullen im geschützten Kontakt, dem „Protected contact – Konzept“, stattfindet. Bei dieser Haltungsmethode agiert der Pfleger nicht als Leitelefant, sondern die Tiere lernen, mit einem Pfleger durch ein Belohnungssystem kooperativ zusammenzuarbeiten. Zwischen Pfleger und Tier gibt es immer eine Trennung durch ein Gitter.

Das Elefantenpflegertreffen in Heidelberg, an dem auch einige Tierärzte und Zoologen, teilnahmen, diente sowohl dem Austausch über die tägliche Arbeit mit Elefanten, als auch der Vernetzung weltweit. Nur durch dieses Engagement kann die Haltung von Wildtieren in Zoos immer weiter verbessert und damit auch der wichtigste Punkt – die Arterhaltung – gewährleistet sein. „Viele Erkenntnisse aber auch interessante Fragen erwachsen aus dem täglichen Umgang mit den Elefanten und finden nur schwer Eingang in die wissenschaftliche Literatur. Treffen wie dieses führen dazu, dass auch dieses Wissen kommuniziert wird“, erklärte Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann, warum der Zoo Heidelberg gerne Gastgeber für dieses Treffen war.