Schmetterling

Distelfalter. Foto: Brigitte Heinz (BUND)

„Was essen Schmetterlingsraupen am liebsten und welche Blüten werden von den bunten Faltern gerne angeflogen, um den süßen Nektar zu saugen? Wo kann man in Heidelberg und Umgebung überhaupt noch viele Schmetterlinge beobachten und wie funktioniert diese wundersame Verwandlung von der Raupe zum Falter?“ Um Fragen wie diese geht es beim Projekt „Schmetterlingsinseln“ des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) in Heidelberg. „Und natürlich geht es darum, was wir gemeinsam für diese immer seltener zu beobachtenden Tiere tun können“, so BUND-Geschäftsführerin und Projektleiterin Brigitte Heinz.

Um die Lebensräume für Schmetterlinge zu verbessern und der Heidelberger Bevölkerung deren Lebensweise wieder etwas näher zu bringen, startete der BUND Heidelberg mit finanzieller Unterstützung durch die Sparkasse Heidelberg im April 2014 das Projekt „Schmetterlingsinseln“. Angefangen wurde zunächst bei den Kleinen. Und so besuchten die Mitarbeiterinnen des BUND inzwischen 17 Kindertagesstätten und 11 Grundschulen und legten dort gemeinsam mit über 900 Kindern kleine Blumeninseln aus geeigneten Futter- und Nektarpflanzen an.

BUND: „75 Prozent der Falter sind gefährdet”

„Das Projekt ist ein großer Erfolg. Die Arbeit mit den Kindern macht besonders großen Spaß, denn sie sind alle mit viel Freude und mit Begeisterung für die Natur dabei“, berichtet Brigitte Heinz. In 2016 werden die Naturschützer dann gemeinsam mit Schulen, Seniorenzentren und Firmen weitere Nahrungsstätten für Schmetterlinge schaffen. Natürlich sind auch alle Garten- und Balkonbesitzer aufgerufen, etwas für die Schmetterlinge zu tun. Denn die bunten Gaukler, die als Raupe und als Falter auf ganz bestimmte heimische Futterpflanzen (z.B. Brennnessel, Wilde Möhre, Flockenblume oder Weide) angewiesen sind, haben es immer schwerer, in den zunehmend sterilen Gärten Nahrung zu finden. Nach Einschätzungen des BUND sind daher 75 Prozent der Falter gefährdet.

Schmetterlingsinsel Neuanlage

Anlage einer Schmetterlingsinsel auf dem Schulgelände der Internationalen Gesamtschule Heidelberg. Foto: Brigitte Heinz (BUND)

Samen für Wiesenblumen, mit denen man die schönen Falter in seinen Garten oder auf seinen Balkon locken kann, sind im BUND-Umweltzentrum erhältlich. Hier bekommen Schmetterlingsfreunde außerdem eine kostenlose Beratung sowie Broschüren, Pflanzenlisten mit geeigneten Sträuchern und Stauden, Bezugsadressen und eine Liste der häufigsten Schmetterlinge der Region, ihren Raupen und den dazu gehörenden Futterpflanzen. Bürger, die Fragen zu diesen oder anderen Umweltthemen im Haushalt, Garten oder der Natur haben, können sich kostenlos per E-Mail, Telefon oder auch persönlich an die BUND-Umweltberatung wenden.

Kontakt:
BUND Heidelberg, Willy-Brandt-Platz 5 (im Welthaus am Hauptbahnhof)
Telefon 0 62 21/2 58 17
bund.heidelberg@bund.net