Gerade war der Gedanke noch völlig klar, aber plötzlich sind die Worte weg. Solche Blackouts kennt jeder. Doch jährlich verlieren etwa 40.000 Menschen bundesweit ganz oder teilweise die Sprache, manche müssen sogar lesen und schreiben neu lernen. Die häufigsten Ursachen sind ein Schlaganfall oder ein Schädel-Hirn-Trauma, die das Sprachzentrum des Gehirns schädigen. Sich plötzlich nicht mehr richtig mitteilen zu können, ist für Betroffene und deren Umfeld eine Belastung. Weil häufig zusätzlich das Sprachverständnis beeinträchtigt ist, kommt es zu Missverständnissen im Alltag. Angehörige wollen helfen, wissen aber nicht wie.

„Diese Schwierigkeiten treten in allen Altersgruppen auf. Schlaganfälle nehmen gerade unter jungen Menschen zu“, sagt Renate Rohde-Schweizer von der SRH Fachschule für Logopädie. Wie Kommunikation trotzdem gelingen kann, zeigt die Logopädin mit ihrer Kollegin Birgit Bischoff am 24. Juni 2014 ab 18.00 Uhr in der SRH Pflege Heidelberg (Ludwig-Guttmann-Straße 4). Vorgestellt wird der Umgang mit Sprach- und Sprechstörungen. Angehörige sowie Pflegekräfte erhalten Tipps, wie sie Betroffene in ihrer Kommunikation unterstützen können. Anschließend beantworten die beiden Logopädinnen persönliche Fragen.