Am Samstag, 16. November 2013, findet in der Universitäts-Hautklinik Heidelberg ein Patiententag zum Thema „Schuppenflechte“ (Psoriasis) statt. Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei Schuppenflechte? Was ist bei einer Schwangerschaft zu beachten? Wie lässt sich dem erhöhten Herzinfarktrisiko gegensteuern? Welche Strategien gibt es im Umgang mit der Erkrankung? Renommierte Hautärzte beantworten in Vorträgen und Diskussionsrunde wichtige Fragen rund um das häufige Hautleiden. Patienten, Angehörige und Interessierte sind eingeladen.

Die Veranstaltung beginnt um 9.00 Uhr mit einer Führung durch die Räumlichkeiten der neuen Universitäts-Hautklinik (Im Neuenheimer Feld 440). Um 9.30 Uhr starten die Vorträge im Hörsaal. In den Pausen und im Anschluss an die Vorträge können die Teilnehmer den Apothekern der Hautklinik bei der Herstellung von Salben über die Schulter schauen. Zum Abschluss des Patiententages stellen sich die Referenten von 13.30 – 14.30 Uhr in einer offenen Diskussionsrunde den Fragen der Besucher. Mitglieder der regionalen Selbsthilfegruppen beraten an Info-Ständen im persönlichen Gespräch.

Am Freitag, 15. November 2013, bieten Ärzte der Universitäts-Hautklinik eine Telefon-Sprechstunde an. Von 16.00 – 17.00 Uhr können Betroffene und Angehörige sich zu Diagnose und Therapie der Psoriasis beraten lassen unter:
Telefon 0 62 21/56-3 55 99

Beratung und Information beugt Problemen vor

Ein Thema in diesem Jahr ist „Schwangerschaft bei Schuppenflechte“. Für die Patientinnen gilt es einiges zu beachten, da bestimmte Medikamente das ungeborene Kind stark schädigen. „In der Regel können wir die Therapie für die Zeit der Schwangerschaft problemlos auf Cremes und Salben umstellen“, erklärt Dr. Cornelia Hammer, Ärztin an der Universitäts-Hautklinik. „Wichtig ist, dass Patientinnen, die schwanger werden wollen, bereits rechtzeitig vorher ihren Hautarzt und Gynäkologen ansprechen und sich beraten lassen.“

Gut informiert zu sein, kann Patienten auch dabei helfen, ihr Herzinfarktrisiko zu senken. Die dauerhafte Entzündung der Haut bedeutet Stress für Körper und Herz. Dazu leiden Betroffene häufig auch unter Bluthochdruck, Diabetes und Übergewicht – wichtigen Risikofaktoren für Gefäßerkrankungen und Herzinfarkt. Besucher des Patiententages erfahren, welche Therapien zu empfehlen sind und wie sie mit einem entsprechend gesunden Lebensstil gegensteuern können.

Jeder Patient braucht eine individuell angepasste Behandlung

Rund zwei Millionen Menschen in Deutschland leiden an Schuppenflechte, einer chronischen Hautentzündung; zum Teil sind auch Nägel und Gelenke betroffen. Hervorgerufen wird die Psoriasis vermutlich durch eine Überaktivität des körpereigenen Immunsystems (Autoimmunerkrankung). Die Dauer und Intensität der Krankheitsschübe variieren von Patient zu Patient, ebenso das Ansprechen auf die Therapien. „Es bedarf etwas Geduld, aber in der Regel findet sich für jeden Patienten eine passende Therapieform“, so Prof. Dr. Knut Schäkel, Leitender Oberarzt der Universitäts-Hautklinik, der beim Patiententag über die Auswahl der geeigneten Therapie sprechen wird.

Das Ärzteteam der Universitäts-Hautklinik Heidelberg kann auf das gesamte Therapiespektrum bei Psoriasis zurückgreifen. Neben der äußerlichen Therapie mit verschiedenen Präparaten werden auch UV-Bestrahlungstherapien durchgeführt. Bei schwerem Verlauf oder Gelenkbeteiligung stehen sämtliche gängigen Wirkstoffe für die systemische Therapie sowie neuartige Medikamente aus der Gruppe der Biologika (synthetisch hergestellte Moleküle, die direkt das Immunsystem beeinflussen) zur Verfügung. Darüber hinaus bietet die Universitätsklinik Kindern und Erwachsenen mit schwerer Psoriasis die Teilnahme an klinischen Studien mit neuen Wirkstoffen, Spritzen- und Tablettentherapien an.

Weitere Informationen zum Programm:

www.klinikum.uni-heidelberg.de/fileadmin/pressestelle/VK/2013/4_Okt_Dez/131025HAU_FL_SS_3.PsoriasisPatiententag_ID16811_.pdf