Vertreter von 49 Fachplanungsbüros und rund 150 Bürger haben sich am 19. September 2014 auf der Heidelberger Konversionsfläche US-Hospital in Rohrbach getroffen. Anlass war das Rückfragenkolloquium zum städtebaulichen Ideenwettbewerb, den die Stadt Heidelberg für diese Konversionsfläche ausgeschrieben hat und der seit Mitte August läuft. Grundsätzlich soll das Gebiet mit einer Mischung aus Wohnen, Gewerbe und Bildungseinrichtungen entwickelt werden. Im Vordergrund soll die Wohnnutzung stehen.

Gruppenführungen, Kolloquium und Dialog-Café

Am 19. September besichtigten die Besucher zunächst bei Gruppenführungen die Fläche. Beim Kolloquium konnten dann die teilnehmenden Architekten und Landschaftsplaner Fragen zur Ausschreibung an Vertreter der Stadt und an Mitglieder des Preisgerichts richten. Gefragt wurde z.B. nach der Notwendigkeit einer neuen Kindertagesstätte – diese wird von der Stadt aufgrund des zu erwartenden Zuzugs junger Familien gewünscht.

Bei einem abschließenden Dialog-Café in den Räumen der Lebenshilfe diskutierten die Planer dann mit den Bürgern. Zur Sprache kamen hier beispielsweise der Wunsch nach einem Park als neuer Quartiersmitte, die Notwendigkeit eines Begegnungs- und Veranstaltungszentrums sowie die Wegebeziehungen in den Hasenleiser, das Gewann See und nach Alt-Rohrbach.

Der städtebauliche Ideenwettbewerb

Bis November 2014 erarbeiten nun die Architekten sowie Stadt- und Landschaftsplaner aus ganz Europa Vorschläge für ein städtebauliches Gesamtkonzept auf dem gut neun Hektar großen Areal US-Hospital. Die Wettbewerbsteilnehmer sollen Aussagen zur Bebauung, Nutzungsverteilung, Erschließung und zur Gestaltung des öffentlichen und privaten Raumes machen. Eine wichtige Rolle sollte die Vernetzung des ehemaligen Kasernengeländes mit den umliegenden Stadtvierteln spielen. Die Entscheidung über die Preisträger soll im Dezember fallen. Anschließend werden die Arbeiten öffentlich ausgestellt und in einem Bürgerforum diskutiert. Das Ergebnis des städtebaulichen Ideenwettbewerbs dient als Grundlage für die weitere Konkretisierung der Bebauung.