Solardach

Foto: PVH Heidelberg

„Energie in Bürgerhand” fordern der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) Rhein-Neckar-Odenwald, die Heidelberger Energiegenossenschaft und das Netzwerk „Energiewende jetzt“. Letzte Woche hat sich die Monopolkommission, ein Beratungsgremium der Bundesregierung, für das Quotenmodell als Nachfolgeregelung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ausgesprochen. „Das wäre das Aus einer dezentralen Energiewende in Bürgerhand“, sagt Tobias Staufenberg, Geschäftsführer des BUND Rhein-Neckar-Odenwald. „Bürger und Bürgerenergie-Genossenschaften müssten sich zwangsläufig aus der Produktion von erneuerbaren Energien zurückziehen, denn der Aufwand und die Risiken wären viel zu hoch“, sagt Kai Hock, Vorstand der Heidelberger Energiegenossenschaft.

Deshalb engagieren sich BUND, Heidelberger Energiegenossenschaft und Netzwerk „Energiewende jetzt“ in der Kampagne „Die Wende – Energie in Bürgerhand”. Am Freitag, 13. September 2013, informieren sie von 15.00 – 19.00 Uhr am Theaterplatz in Heidelberg über das gesellschaftliche Zukunftsprojekt Energiewende von unten. „In der öffentlichen Diskussion wird das Zukunftsprojekt Energiewende eindimensional auf die Kosten reduziert, statt den großen Gewinn zu sehen: eine sichere, klimafreundliche, ökologische und bürgernahe Energieversorgung“, sagt Kai Hock. „Wir brauchen eine Weiterentwicklung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes im Sinne der Bürgerenergie“, ergänzt Tobias Staufenberg. „Betreiber von Bürgerkraftwerken vor Ort brauchen auch in Zukunft klare und verlässliche Rahmenbedingungen. Zudem müssen die Kosten der Energiewende in Zukunft wieder fair zwischen den verschiedenen Stromverbrauchern aufgeteilt werden.“

Die Fortschritte der Energiewende sind vor allem das Verdienst der vielen Bürgerinnen und Bürgern, die sich für den Atomausstieg, den Klimaschutz und eine dezentrale Energieversorgung engagieren. Sie produzieren bundesweit mehr als die Hälfte des Stroms aus Erneuerbaren Energien, investieren in nachhaltige Wärme und Energieeffizienz. Dort, wo Bürger mitentscheiden, hat die Energiewende die größte Akzeptanz und die größte Dynamik.

Fraktion der Energiebürger

Die Kampagne „Die Wende – Energie in Bürgerhand“ fordert derzeit parteiübergreifend Direktkandidatinnen und Direktkandidaten auf, sich zur Energiewende in Bürgerhand zu bekennen. 470 Kandidaten unterstützen schon die „Fraktion der Energiebürger“. In Heidelberg sind es bisher Franziska Brantner (Bündnis ’90/Die Grünen), Sahra Mirow (Die Linke) und Stevan Cirkovic (Piraten).

Weitere Informationen:
www.die-buergerenergiewende.de