DKFZ-Flyer

Foto: dkfz.de

Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ, Heidelberg) lädt das Zentrum zu einer öffentlichen Vortragsreihe ein. Unter dem Motto „Krebsforschung aktuell“ berichten Wissenschaftler aus dem Haus für jedermann verständlich über die neusten Entwicklungen in der Krebsforschung. Prof. Christoph Plass erklärt am 21. Februar 2014, warum das falsche Ein- oder Ausschalten von Genen zu Krebs führen kann.

200 verschiedene Zellarten gibt es im menschlichen Körper. Alle entwickeln sich aus derselben befruchteten Eizelle und besitzen daher dasselbe Erbgut. Dass sie trotzdem so unterschiedlich aussehen, liegt daran, dass in ihnen unterschiedliche Programme ablaufen: Winzige Markierungen auf der Erbsubstanz bestimmen darüber, welche Gene in Proteine übersetzt werden und welche nicht. Daher kann eine Nervenzelle Botschaften weiter leiten, eine Muskelzelle zieht sich zusammen und die Leberzelle speichert Glukose. Auch in Krebszellen sind spezifische Programme aktiv, die dafür sorgen, dass sich die Zellen ungebremst teilen und im Körper ausbreiten können. Erste Medikamente, die die Krebszellen „umprogrammieren“ sollen, sind bereits verfügbar.

Seit 50 Jahren forschen Wissenschaftler im DKFZ „für ein Leben ohne Krebs.“ Dieses große Ziel kann man auf verschiedenen Wegen erreichen:

  • Indem man verhindert, dass Krebs überhaupt entsteht.
  • Indem man ihn rechtzeitig entdeckt und so vollständig entfernen kann.
  • Indem man mittels einer genauen Diagnose die optimale Therapie auswählt.
  • Und indem man Rückfälle verhindert.

Auf allen Gebieten forschen die Wissenschaftler im DKFZ. Dabei haben sie entscheidende Erfolge erzielt, von denen einige schon Einzug in die Klinik gehalten haben. Die Vorträge finden statt jeweils freitags um 17.00 Uhr im Kommunikationszentrum des DKFZ, Im Neuenheimer Feld 280, in Heidelberg. Der Eintritt ist frei.

Die Themen im Überblick:

  • Epigenetik und Krebs: Vom Ein- und Ausschalten der Gene (21. Februar 2014).
  • Zelltod und Krebs: Mit den Waffen des Immunsystems (21. März 2014).
  • Das Krebsgenomprojekt: Vom individuellen Krebs zur persönlichen Behandlung (28. März 2014).
  • Neues aus der Prävention: Kann man Krebs verhindern? (9. Mai 2014).
  • Tumorstammzellen: Die Wurzel allen Übels? (16. Mai 2014).