Drei Planungsbüros haben über den Sommer an städtebaulichen Konzepten für die ehemalige US-Fläche Patton Barracks in Heidelberg-Kirchheim gearbeitet. Die Arbeiten werden nun am Freitag, 11. September 2015, von einer Jury bewertet, die einen Siegerentwurf bestimmen wird. Dieser Entwurf wird dann bei einem Bürgerforum am 17. September 2015 vorgestellt und mit der Bürgerschaft rückgekoppelt. Die Rückmeldungen der Bürger fließen dann in die vertiefende Bearbeitung ein, die in einen Rahmenplan münden soll.

Das Bürgerforum findet am 17. September (18.00 Uhr) im Bürgerhaus Kirchheim, Hegenichstraße 2, statt. Damit sich die Bürger vor der Veranstaltung bereits mit dem Siegerentwurf auseinandersetzen können, wird dieser vorab ins Internet gestellt. Interessierte können ihn dort ab Montag, 14. September, einsehen.

Bei einem Bürgerforum im November 2014 hatten die Bürger erstmals Gelegenheit, ihre Vorschläge und Anregungen für die künftige Entwicklung der Patton Barracks einzubringen. Damals gab es breite Zustimmung für den Vorschlag der Verwaltung, auf den Patton Barracks eine urbane Wirtschaftsfläche mit ergänzenden Nutzungen zu entwickeln. Ein Schwerpunkt sollte ein Technologie-, Innovations- und Produktionspark werden. Im ersten Halbjahr 2015 trugen dann noch mehrere Expertenrunden mit Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft ihre Anregungen zusammen. Auf der Basis all dieser Eingaben haben die drei Büros in einem dreitägigen Planeratelier im Juli erste Planungsansätze erarbeitet und mit den Experten aus Wirtschaft, Sport, dem Stadtteil Kirchheim und drei Vertretern der Bürgerschaft diskutiert. Die städtebaulichen Konzepte wurden danach ausgearbeitet.

Hintergrund-Info

Die in Kirchheim gelegenen Patton Barracks (14,8 Hektar) wurden im Januar 2014 von den US-Streitkräften an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben übergeben. Die Stadt Heidelberg setzt sich seitdem mit den Potenzialen dieser ehemaligen Militärfläche auseinander und hat vor, die Fläche zu kaufen. Die Patton Barracks sind das Bindeglied zwischen der Bahnstadt und den südlichen Stadtteilen. Für das Areal ist eine vorwiegend gewerbliche Nutzung geplant.

Denkbar sind Ansiedlungen aus dem Bereich der wissensbasierten Industrien, Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen, Medienwirtschaft und -produktion, IT-Unternehmen, Gesundheitswirtschaft, Life Science und Medizintechnik sowie der Organischen Elektronik. Beim EU-Wettbewerb RegioWIN erhielt das geplante „Business Development Center Organische Elektronik“ bereits die Auszeichnung als Leuchtturmprojekt und die Aussicht auf sieben Millionen Euro an Fördergeldern. Weiterhin ist auf dem Areal eine Großsporthalle für bis zu 3.000 Zuschauer angedacht.