Stammzelltherapie

Foto: PVH Heidelberg

Fortschritte in der Medizin beruhen auf innovativen Erfindungen, ihrer erfolgreichen Umsetzung und Einführung in die Praxis. Gibt es dafür Erfolgsrezepte? In einer Veranstaltung am Montag, 18. November 2013, berichten Wissenschaftler des Universitätsklinikums Heidelberg über ihre persönlichen Wege zum Erfolg. Veranstalter ist die technology transfer heidelberg GmbH, Tochter des Klinikums und verantwortlich für den Technologietransfer der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg. Seit 2007 werden Wissenschaftler bei der Entwicklung ihrer Erfindungen bis zur Produkteinführung vom Technologietransfer begleitet. Die Veranstaltung findet ab 17.00 Uhr im Hörsaal der neuen Universitäts-Frauen- und Hautklinik (Im Neuenheimer Feld 440) statt und wird durch die Heidelberg Startup Partners und die BIOPRO Baden-Württemberg unterstützt. Alle Interessierten sind eingeladen! Der Eintritt ist frei.

Eine erfolgversprechende Innovation ist der neuartige Wirkstoff Myrcludex B, der von Prof. Dr. Stefan Urban, Department Infektiologie am Universitätsklinikum Heidelberg, und seinem Team entdeckt und entwickelt worden ist. Der Wirkstoff verhindert, dass das Hepatitis B-Virus in die Zelle eindringt und dort schwere Leberentzündungen und letztlich Krebs verursacht. Diese Technologie wurde mit Hilfe des Technologietransfers auslizenziert und befindet sich zurzeit in der Entwicklung in der Klinischen Phase 2a. Prof. Urban wird bei der Veranstaltung über seine Erfindung sowie Chancen und Schwierigkeiten bei der Verwertung berichten.

Als erfolgreicher Unternehmer wird Prof. Dr. Magnus von Knebel-Doeberitz über seine Erfahrungen berichten. Seine Erfindung, ein Biomarker für eine Infektion mit dem HPV-Virus, das Gebärmutterhalskrebs auslösen kann, ist bereits sehr erfolgreich im Einsatz; die ausgegründete Firma mtm Laboratories wurde 2011 an die Firma Roche verkauft.

Noch am Anfang steht dagegen Dr. Stefan Mehrle, Infektions-Spezialist am Universitätsklinikum Heidelberg, der eine Umsetzung seiner Erfindung „ColoCure” in eine Unternehmensgründung anstrebt, welche derzeit mit Hilfe von Fördergeldern des Bundesforschungsministeriums vorbereitet wird. Ziel des Projekts ist die Entwicklung einer verbesserten Nachsorge für Patienten mit fortgeschrittenem kolorektalen Karzinom.

Als Vertreter der technology transfer heidelberg GmbH wird Dr. Jörg Rauch zu den möglichen Wegen der Umsetzung von Erfindungen in die Anwendung berichten und mit den drei Erfindern auf dem Podium diskutieren.