Heidelberg Klingenteichhalle

Heidelbergs Erster Bürgermeister Bernd Stadel (2.v.r.) lässt sich von der Leiterin des städtischen Gebäudemanagements Xenia Hirschfeld und Architekt Jürgen Mayer (r.) über den Stand der Sanierung der Klingenteichhalle informieren. Foto: Philipp Rothe

Die Stadt Heidelberg saniert seit November 2013 die Klingenteichhalle in der Heidelberger Altstadt. Das 1896 als Sporthalle errichtete Gebäude (Klingenteichstraße 10) ist ein Kulturdenkmal. Heute sind dort ein Jugendzentrum und ein Schützenverein untergebracht, ein Teil wird als Wohnung genutzt. Die Baumaßnahme, die rund drei Millionen Euro kostet, wird voraussichtlich bis Ende 2014 abgeschlossen sein.

Heidelbergs Erster Bürgermeister Bernd Stadel besuchte jetzt die Klingenteichhalle im Rahmen seiner Baustellenbegehungen: „Nach vielen Jahren intensiver Nutzung wies das Gebäude erhebliche Defizite baulicher, nutzungsspezifischer und insbesondere energetischer Art auf. Wir haben deshalb im Jahr 2012 beim Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung einen Antrag auf Förderung für die Klingenteichhalle im Rahmen des Modellvorhabens „Gebäudebestand (Energieeffizienz, Denkmalschutz)“ gestellt und waren erfolgreich. Die Sanierung der Klingenteichhalle wird als Modellprojekt mit fast 800.000 Euro gefördert. Projektziel ist, die Erhaltung des denkmalgeschützten Gebäudes zu sichern und den Energiekennwert um mehr als 50 Prozent zu senken.“

Was wird gemacht?

Die Außenhülle wird energetisch unter denkmalpflegerischen Kriterien überarbeitet; dies gilt für die Fassaden, Fenster sowie die Dachflächen. Eine Außendämmung der Fassade ist nur an der nicht denkmalgeschützten Westseite möglich. Im Übrigen wird, sofern möglich, eine Innendämmung vorgenommen. Die Fenster der Halle und der Umkleiden werden erneuert, weitere einfach verglaste Fenster werden restauriert und erhalten dahinter liegende Kastenfenster. Die Halle wird um einen Prallschutz mit dahinter liegender Dämmung ergänzt. Die Halle wird nach Abschluss der Maßnahme teilweise behindertengerecht sein. Ferner werden das Fluchtwegkonzept sowie die Sicherheitsaspekte der Hallennutzung auf den neuesten technischen Stand gebracht.

Die technische Ausrüstung wird erneuert: Der gasbetriebene Konstanttemperaturkessel von 1977 wird durch eine Kombination aus Gasbrennwert- und Pelletkessel ersetzt. Die Warmwasserbereitung wird mit einer Frischwasserstation ausgeführt. Die vorhandene Lüftungsanlage ohne Wärmerückgewinnung wird gegen eine drehzahlgeregelte Anlage mit Wärmerückgewinnung ausgetauscht. Ebenfalls ausgetauscht wird die alte Beleuchtungsanlage; die neue Anlage mit LED-Leuchten wird durch eine Tageslicht- und Präsenzsteuerung optimiert. Durch die vorgesehenen Maßnahmen kann der Ausstoß von Treibhausgasen um ca. 51 Tonnen pro Jahr reduziert werden.