Uniklinik Heidelberg WLAN

Auf dem gesamten Gelände des Universitätsklinikums Heidelberg können Patienten, Angehörige, Studenten, Mitarbeiter und Besucher nun gebührenfrei den kabellosen Internetzugang über Funk (WLAN) nutzen. Foto: Universitätsklinikum Heidelberg

Im Internet surfen oder telefonieren ist für Patienten und Besucher des Universitätsklinikums Heidelberg sowie Studenten und Mitarbeiter seit kurzem deutlich komfortabler und unkomplizierter. Auf dem gesamten Klinikumsgelände können Patienten, Angehörige, Studenten, Mitarbeiter und Besucher nun gebührenfrei den kabellosen Internetzugang über Funk (WLAN) nutzen. Die Zugangsdaten, die jeweils eine Woche gültig bleiben, erhalten die Nutzer nach der Registrierung per Kurznachricht auf ihr Mobiltelefon. Zudem sind für stationär aufgenommene Patienten nun auch Telefonate ins deutsche Festnetz gebührenfrei. Sie können dazu die Telefone an den Betten beliebig nutzen, Chipkarten und Tagesmiete entfallen. Gespräche ins Ausland, ins Mobilfunknetz sowie Anrufe an kostenpflichtige Sondernummern müssen allerdings über private Mobiltelefone oder die öffentlichen Telefone in den Eingangsbereichen der Kliniken geführt werden.

Wollten Patienten und wartende Angehörige bisher online arbeiten oder im Internet surfen, mussten sie, ebenso wie zum Telefonieren, eine Chipkarte mit dem Zugangscode ziehen. Die Kosten von 20 Euro wurden bei Abgabe der Chipkarte wieder erstattet. Diese umständliche Registrierung fällt nun weg: Wer das WLAN des Universitätsklinikums nutzen möchte, benötigt ein geeignetes WLAN-fähiges Gerät wie Laptop, Tablet oder Smartphone sowie ein Mobiltelefon. Mit Laptop o.ä. wählen Patienten und Besucher das Netzwerk „Patienten-Internet” an und geben dort ihre Handynummer ein. An diese wird das persönliche Passwort automatisch verschickt. Innerhalb der ersten zehn Tage haben sich bereits 650 Nutzer im Patienten-Netzwerk registriert, zu Spitzenzeiten surften rund 110 gleichzeitig im Internet. Eine Lizenz besteht für 500 gleichzeitige Nutzer, das Netzwerk selbst verkraftet beliebig viele Besucher. Die Anzahl der Registrierungen ist unbegrenzt.

1.000 Hot Spots auf dem Klinikumsgelände sorgen für guten Empfang

Damit überall ein guter Empfang gewährleistet ist, gibt es auf dem Campus im Neuenheimer Feld und an der Akademie für Pflegeberufe insgesamt rund 1.000 drahtlose Zugriffspunkte für das Internet, sogenannte Hot Spots. Da diese Hot Spots bereits eingerichtet waren, fielen die Kosten für die Umstellung gering aus. Viele Einstellungen konnten die Mitarbeiter des Zentrums für Informations- und Medizintechnik (ZIM) am Universitätsklinikum selbst vornehmen. Das Altklinikum in Bergheim, die Orthopädische Universitätsklinik Heidelberg, das Nierenzentrum und das Kreiskrankenhaus Heppenheim sollen demnächst ebenfalls in das Netzwerk integriert werden.

„Mit diesem Service hoffen wir, unseren Patienten und ihren Angehörigen die Zeit in der Klinik etwas angenehmer zu gestalten. Die Registrierung ist nun in wenigen Minuten erledigt und lohnt sich damit nicht nur bei stationären Aufenthalten, sondern z.B. auch bei Wartezeiten in der Ambulanz”, sagt Karl Horn, Abteilungsleiter Kommunikation im ZIM. „Wir nehmen damit eine Vorreiterrolle ein. Bislang bieten in Deutschland nur wenige Krankenhäuser oder auch Städte kostenloses und zeitlich unbegrenztes WLAN an.” Freien Internetzugang gibt es derzeit z.B. in Berlin, München und Pforzheim.

Registrierung schützt vor Missbrauch

Trotz einfachem und unbeschränktem Zugang ist das Patienten-Netzwerk besser als bisher vor Missbrauch geschützt: Ein täglich aktualisierter Filter verhindert den Zugriff auf Seiten mit rechtsradikalen, gewaltverherrlichenden oder pornographischen Inhalten sowie auf illegale Tauschbörsen. Wer dennoch auf diesem Weg kriminelle Geschäfte über das Internet abwickelt, kann anhand seiner Registrierung ausfindig gemacht werden.

Auch das Telefonieren vom Krankenbett auf Station ist nun viel einfacher. Jetzt sind alle Gespräche ins deutsche Festnetz kostenlos. Patienten müssen keine Chipkarten á 10 Euro Guthaben am Kassenautomaten mehr ziehen bzw. aufladen und auch die Tagesmiete von 1,30 Euro für das Telefon entfällt. Patienten, die noch im Besitz von Telefonkarten sind, können sich bis Mitte April 2014 Restguthaben und Pfand auszahlen lassen. Wie oft und wie lange die Patienten telefonieren, spielt keine Rolle. „Trotzdem bitten wir darum, auf die Zimmernachbarn Rücksicht zu nehmen und nicht zu laut oder spät abends zu telefonieren”, so Horn.

Hotline für Nutzer von Patienten-Telefon und Internet:
Telefon 0 62 21/56-73 75 (Mo – Fr 9.00 – 15.00 Uhr)