„Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg (VGH) hat am Mittwoch, 11. Mai 2016, über zwei von vier Klagen gegen die Straßenbahn ins Neuenheimer Feld entschieden. Die Klagen richteten sich gegen das für die Genehmigung des Vorhabens verantwortliche Regierungspräsidium Karlsruhe. Der VGH hob den bestehenden Planfeststellungsbeschluss des Regierungspräsidiums nun nach mündlicher Verhandlung vom 10. Mai auf”, teilt die Stadt Heidelberg mit.

Die Stadt Heidelberg bedauert die Entscheidung des VGH. „Wir werden nun mit dem Gemeinderat den weiteren Weg besprechen“, erklärte Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner. „Nach meiner Überzeugung ist damit die Straßenbahn ins Neuenheimer Feld auf absehbare Zeit gestorben. Die Straßenbahn hätte jeden Tag 10.000 Menschen umweltfreundlich und staufrei in das Neuenheimer Feld gebracht. Jetzt müssen wir andere Möglichkeiten diskutieren, wie wir den immer längeren Staus rund um das Neuenheimer Feld begegnen wollen.“

Der OB weiter: „Das gesamte Prozedere hat deutlich gezeigt, dass alle Akteure mit dem Bebauungsplan aus dem Jahr 1960 nicht mehr weiter kommen. Ich trete deshalb dafür ein, dass wir gemeinsam mit allen Beteiligten eine neue Grundlage für die kommenden 30 Jahre erarbeiten. Die Universität und alle Akteure im und um das Neuenheimer Feld brauchen eine klare Perspektive. Ich trete dafür ein, dass wir diese gemeinsam mit allen Beteiligten erarbeiten.“