Heute (Mittwoch, 20. April 2016) entscheidet der Konversionsausschuss der Stadt Heidelberg über die Zukunft des Heidelberger Energiestandards auf den Konversionsflächen. Der BUND Heidelberg fordert die Gemeinderäte dazu auf, sich für den Klimaschutz stark zu machen, und sich für den Heidelberger Energiestandard auf allen Flächen einzusetzen.

Der Heidelberger Energiestandard sei eines der wichtigsten Instrumente für den Klimaschutz in der Stadt. „Er gibt vor, dass der energiesparende Passivhausstandard bei Neubauten auf allen kommunalen Flächen gewährleistet wird, und die Stadt so ihre selbst gesteckten Klimaschutzziele einhalten kann. Auch bei Altbauten sieht der Heidelberger Energiestandard vor, wenn wirtschaftlich vertretbar, deutlich Energie einzusparen und den Passivhausstandard anzupeilen“, so der BUND Heidelberg.

Nun sei dieser Standard aber gefährdet. Der Heidelberger Konversionsausschuss habe das Thema Energie-Konzept-Konversionsflächen auf der Tagesordnung und stimme darüber ab, den Energiestandard für die Konversionsflächen abzuschaffen und nur noch im Einzelfall unter Abwägung mit den anderen Zielen zu berücksichtigen. Das wäre aus Sicht des BUND Heidelberg eine Entscheidung mit fatalen Auswirkungen. „Wenn dieser Vorlage so zugestimmt wird, dann ist der Energiestandard tot“, befürchtet Stephan Pucher vom BUND, der auch einer der vier Sprecher des Heidelberg-Kreis-Klimaschutz ist. Das Ziel des Masterplan 100 % Klimaschutz, der vom Gemeinderat verabschiedet wurde, dürfe durch solche Entscheidungen nicht ausgehöhlt werden. Auch die Motivation der vielen Ehrenamtlichen, die sich in Heidelberg für den Klimaschutz einsetzen, dürfe durch solche Entscheidungen nicht gefährdet werden, meint Pucher. Gerade Energiesparen sei wichtig für den Klimaschutz. Nur so könnten wir den Klimawandel stoppen und unsere Erde lebenswert erhalten.

Der Umweltausschuss der Stadt Heidelberg hatte bereits am 1. März 2016 über das Thema abgestimmt und sich einstimmig für den Heidelberger Energiestandard auf den gesamten Konversionsflächen (außer Mark-Twain-Village-Nord) ausgesprochen. Was im Umweltausschuss beschlossen wurde, sollte nicht durch den Konversionsausschuss revidiert werden, meint der BUND Heidelberg und fordert die Gemeinderäte auf, sich an der Entscheidung im Umweltausschuss zu orientieren.