BUND-Plakat

Foto: BUND Heidelberg

Wie in den vergangenen Jahren bereitet sich der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Kreisgruppe Heidelberg e.V. (BUND), mit einem umfassenden Anti-Müll-Konzept auf die Walpurgisnacht und die „Eroberung“ des Heiligenbergs durch mehrere tausend Jugendliche vor. „Wir möchten vor allem verhindern, dass der Wald und die Zugangswege verdreckt werden. Es ist schon viel gewonnen, wenn wir den Unrat auf die Thingstätte selbst begrenzen können“, erklärt BUND-Geschäftsführerin Brigitte Heinz.

Der Umweltverband rechnet bei schönem Wetter mit bis zu 15.000 Teilnehmern aus allen Teilen des Landes. Die Veranstaltung ist nicht genehmigt. „Es gibt keinen Veranstalter und keine Verantwortlichen. Die Leute kommen einfach und mit ihnen der Müll“, so Heinz. Deshalb wird der BUND auf eigene Initiative wieder zahlreiche Mülltonnen aufstellen. Unterstützt wird der Umweltverband dabei vom Amt für Abfallwirtschaft und Stadtreinigung der Stadt Heidelberg. Da es entlang der Zugangswege und in der Thingstätte keine Beleuchtung gibt, werden die Mülltonnen mit Batterie-Lampen beleuchtet, damit sie gesehen werden.

Der BUND setzt auch auf Öffentlichkeitsarbeit im Vorfeld und Informationen vor Ort. Die Umweltschützer machen deutlich, dass sich der BUND nicht gegen die Veranstaltung stellt: „Die Walpurgisnacht auf dem Heiligenberg ist eine friedliche Großveranstaltung ohne Kommerz und mit einer tollen Atmosphäre zum Feiern, aber der Müll gehört nicht in den Wald. Er ist nicht nur ein hässlicher Anblick und stellt eine Gefahrenquelle für die Tiere des Waldes dar, Glasscherben können auch Waldbrände auslösen“, mahnt Heinz. Der BUND appelliert deshalb eindringlich an alle Feiernden, die bereitgestellten Tonnen zu benutzen und keine Feuer zu entfachen.