Bereits im März 2014 hat die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (RNV) die Heidelberger Bürger vor Ort über die geplante Modernisierung des Betriebshofes in der Bergheimer Straße informiert. Nun will das Verkehrsunternehmen die Bürgerschaft in die Neugestaltung des Betriebshofs einbinden, um sicherzustellen, dass die neue Anlage nicht nur funktioniert, sondern sich auch stimmig in den Stadtteil Bergheim einfügt.

Bürgerveranstaltung am 30. Juni

Zunächst wird es am 30. Juni 2014 (18.00 Uhr) eine Bürgerveranstaltung in der ehemaligen Feuerwache (Emil-Maier-Straße 16/18) geben. Hierzu sind vor allem die Bergheimer Bürger, aber auch Bewohner anderer Stadtteile eingeladen. Auf der Veranstaltung werden zentrale Punkte der Aufgabenstellung (Auslobung) für die geplante Beauftragung von Architekturbüros vorgestellt. Sowohl Anwohner als auch städtebaulich Interessierte haben Gelegenheit, ihre Sicht auf die Fassadengestaltung und die mögliche Nutzung von Teilen der Dachfläche einzubringen. Die Anregungen aus der Bürgerschaft werden dann in die sogenannte Auslobung Eingang finden, anhand derer mehrere Architekturbüros jeweils einen Entwurf für die Neugestaltung der Anlage anfertigen. Der Siegerentwurf wird durch ein Preisgericht gekürt, das mit verschiedenen Architektur-, Verkehrs- und Städtebauexperten besetzt ist.

Bürger beraten Preisgericht

Auch in die Arbeit des Preisgerichtes können sich die Bürger einbringen. Den Experten sollen jeweils ein Bürger und eine Bürgerin aus dem Stadtteil Bergheim zur Seite stehen und das Gremium beraten. Diese beiden Sachverständigen aus der Bürgerschaft werden in den kommenden Wochen ausgelost. Weitere Informationen zur Möglichkeit der Beteiligung am Preisgericht gibt es auch auf der Bürgerveranstaltung am 30. Juni. Bewerbungsschluss ist der 3. Juli.

Sanierung des Betriebshofes

Die Modernisierung des Betriebshofes ist notwendig, weil Teile der Anlage bereits Anfang des 19. Jahrhunderts errichtet wurden und aus heutiger Sicht keinesfalls mehr den Anforderungen eines modernen Betriebshofes entsprechen können. Die Schaltzentrale des Heidelberger ÖPNV hat die Grenzen ihrer Kapazität bereits überschritten, eine weitere Auslastung ist trotz des Einsatzes und Engagements der Belegschaft im Fahrbetrieb und den Werkstätten hier nicht mehr möglich. Die RNV und auch der Heidelberger Gemeinderat stimmen darin überein, dass eine Erneuerung des Betriebshofs am derzeitigen Standort aus betrieblichen und wirtschaftlichen Gründen einem Neubau vorzuziehen ist. In seiner Sitzung im März wurde der Gemeinderat über den beabsichtigten Ausbau des Betriebshofes Bergheim im Rahmen eines Baugenehmigungsverfahren nach § 34 Baugesetzbuch informiert. Die RNV wurde gebeten, die Bürgerschaft insbesondere zu den Themen Fassadengestaltung, Sichtbeziehungen und etwaigen Überbauungen im Rahmen eines Planungsdialoges zu beteiligen.