Am Samstag, 26. September 2015, bietet die Stadt Heidelberg im Kompostwerk Wieblingen von 8.00 – 13.00 Uhr die Möglichkeit, Bodenproben aus dem heimischen Garten fachgerecht untersuchen zu lassen. Ein Schnelltest untersucht die Bodenproben auf die wichtigen Wachstumsfaktoren Säuregrad (pH-Wert) und Nitratgehalt. Die Experten vor Ort geben auf Basis der Testergebnisse Tipps zur Bodenverbesserung und Düngung. Der Test kostet je Probe drei Euro. Die Bodenprobe sollte möglichst frisch sein, also unmittelbar vorher entnommen werden.

Damit der Bodenschnelltest ein aussagekräftiges Ergebnis bringt, ist Folgendes zu beachten:

  • Einheitlich genutzte Fläche auswählen (entweder Rasen, Gemüse, Stauden / Sträucher, Baumbestand oder Moorbeet),
  • pro Fläche an 15 – 20 gleichmäßig verteilten Stellen Boden entnehmen,
  • Entnahmetiefe: bei Rasen etwa zehn Zentimeter, bei Blumen-, Gemüse- oder Moorbeeten etwa 25 Zentimeter, bei Bäumen etwa 20 – 40 Zentimeter im Bereich der Kronentraufe,
  • Bodenentnahme: Mit dem Spaten einstechen und Erde zur Seite drücken; von der Einstichwand mit einem Löffel von unten nach oben Erde abschürfen,
  • Erde von den Entnahmestellen je Nutzungsbereich gut vermischen und etwa ½ – 1 Liter zur Analyse in Beutel füllen und mitbringen.

Neben dem Bodentest erhalten Interessierte auf Wunsch eine fachkundige Beratung für die Bodenverbesserung und eine ausführliche Düngungsberatung für den Garten. Außerdem gibt es Unterstützung bei der Auswahl der Kurpfälzer Erden für den eigenen Bedarf.

Konsequent für Klimaschutz und Nachhaltigkeit

Seit zehn Jahren werden im Kompostwerk in Wieblingen aus den Heidelberger Bioabfällen hochwertige Erden für den Hobby- und Profi-Gartenbau hergestellt; die Stadt kooperiert hierzu mit der Firma Humus- und Erden Kontor. Die Erden sind unter dem Begriff „Kurpfälzer Erden“ in allen Recyclinghöfen, bei der Gärtnerei Lenz (Handschuhsheim) und beim Baustoffhandel Näher (Wieblingen) erhältlich.

Das Kompostwerk Wieblingen geht mit den Kurpfälzer Erden seit 2005 einen konsequenten Weg für den Klimaschutz und die Nachhaltigkeit, indem die Kurpfälzer Erden nur einen geringen Torfanteil enthalten. Die Erden haben eine sehr gute CO2-Bilanz, da die Inhaltsstoffe – wie der Heidelberger Qualitäts-Kompost – aber auch die Zuschlagstoffe aus der Region kommen und im Kompostwerk Heidelberg produziert werden. So entfallen lange Transportwege und die Moore werden geschont.