Ein Blockheizkraftwerk (BHKW) in der Größe einer Garage soll künftig Strom für den Eigenbedarf der Stadt Heidelberg erzeugen. Die Stadtbetriebe Heidelberg pachten es für einen Zeitraum von 20 Jahren von der Stadtwerke Heidelberg Umwelt. Der Gemeinderat hat die Stadtbetriebe Heidelberg in seiner Sitzung am 5. Juni 2014 mit der Erzeugung von Strom für städtische Liegenschaften beauftragt und den Abschluss der notwendigen Verträge mit den Stadtwerken Heidelberg genehmigt. Das BHKW wird eine elektrische Leistung von 0,75 Megawatt und eine Wärmeleistung von 0,82 Megawatt haben und etwa 40 – 50 Prozent des jährlichen Strombedarfs der städtischen Liegenschaften von rund 12,5 Millionen Kilowattstunden abdecken. Die Anlage wird durchschnittlich 5,4 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen. Das entspricht dem Strombedarf von rund 1.350 Vierpersonen-Haushalten.

Gebaut wird das geplante BHKW von der Stadtwerke Heidelberg Umwelt in der Speyerer Straße. Schon im August 2014 soll es in Betrieb gehen. Neben Strom wird das BHKW auch Wärme erzeugen, die zur Einspeisung in das öffentliche Fernwärmenetz an die Stadtwerke Heidelberg Energie verkauft wird. Die gekoppelte Erzeugung von Strom und Wärme mit Erdgas nutzt die vorhandene Energie höchst effizient aus und verbessert so die CO2-Bilanz der städtischen Liegenschaften.

Daneben spart die Stadt Heidelberg durch die Eigenproduktion auch Kosten ein: Sowohl die EEG-Umlage als auch die Stromsteuer entfallen. Insgesamt werden fast 9,3 Cent pro Kilowattstunde zuzüglich Mehrwertsteuer eingespart. Verglichen mit der heutigen Situation verringern sich die Kosten durch den Betrieb des Eigenbedarfs-Blockheizkraftwerkes jährlich um bis zu 200.000 Euro: Aktuell wendet die Stadt Heidelberg für die in dem BHKW künftig erzeugte Strommenge rund 1,2 Millionen Euro auf – durch die Anlage sinken diese Kosten auf etwas mehr als eine Million Euro.