Wurzelschäden

Wurzelschäden bei den Bäumen an der Römerstraße durch Mauerbau der US-Armee. Foto: Stadt Heidelberg

Die Stadt Heidelberg hat in Zusammenarbeit mit einem Ingenieurbüro den Baumbestand auf der Konversionsfläche Mark Twain Village / Campbell Barracks in der Südstadt untersucht. Insgesamt wurden rund 1.140 Bäume erfasst. 370 stehen im Bereich östlich der Römerstraße, etwa 770 westlich davon. Noch nicht untersucht wurden rund 60 Bäume auf einem Areal an der Sickingenstraße, rund um den Sickingenplatz.

Baumbestand überwiegend in zukunftsfähigem Zustand

Der bislang untersuchte Baumbestand ist demnach überwiegend in einem zukunftsfähigen Zustand. Eine große Zahl an Bäumen wird aber aufgrund bestehender Schäden für einen langfristigen Erhalt pflegerische Maßnahmen brauchen. Bei insgesamt 62 Bäumen (48 westlich der Römerstraße und 14 im östlichen Teil) ist eine Fällung unausweichlich und teilweise schon erfolgt.

Besonders auffällig sind die Schäden an Bäumen, die direkt an der Römerstraße und im unmittelbaren Umfeld der dortigen Mauern stehen (siehe Bild). Diese Einfriedungen waren nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 von der US-Armee errichtet worden. Beim Bau der Mauern wurden durch Baggerarbeiten die Wurzeln vieler Bäume abgerissen, was zu einer bis heute fortschreitenden Fäule-Ausbreitung geführt hat. Neun Bäume, die direkt an der Römerstraße stehen, sind daher nicht mehr zu retten. Bei zahlreichen weiteren Exemplaren muss abgewartet werden, inwieweit die pflegerischen Maßnahmen Wirkung zeigen.

Für die weiteren Entwicklungen auf der Konversionsfläche Mark Twain Village / Campbell Barracks haben Stadtplaner und Architekten die Vorgabe, dass Bestandsbäume im Grundsatz zu erhalten sind. Wo dies nicht möglich ist und Bäume gefällt werden müssen, sind Ersatzpflanzungen vorzusehen.