Apotheker PJ

Unterstützt durch Dr. Dominic Störzinger können Katrin Groß (li.) und Christina Wenz (Mi.) in ihrem Praktischen Jahr bereits verantwortungsvolle Aufgaben in der Apotheke des Uniklinikums Heidelberg übernehmen. Foto: Universitätsklinikum Heidelberg

Der Bundesverband der Pharmaziestudierenden in Deutschland e.V. (BPhD e.V.) hat die Apotheke des Universitätsklinikums Heidelberg als „Beste Ausbildungsapotheke 2014″ ausgezeichnet. Zuvor hatten angehende Apotheker im Praktischen Jahr ihre Ausbildungsstätten anhand eines Fragebogens im Internet bewertet. Die jeweils drei besten in den Kategorien „Krankenhausapotheke” und „öffentliche Apotheke” erhielten ein Zertifikat für herausragende Förderung und Ausbildung. „Wir sehen in den Praktikanten vollwertige Apotheker vor ihrer Zulassung, denen wir im Rahmen der Möglichkeiten und unter intensiver Betreuung verantwortungsvolle Aufgaben zutrauen. Diese Auszeichnung bestätigt uns darin”, freute sich Apothekenleiter Dr. Torsten Hoppe-Tichy.

Eine Liste der positiv bewerteten Ausbildungsapotheken erscheint auf der Homepage des BPhD e.V. und soll Pharmaziestudierenden bei der Auswahl ihres späteren Praktikumplatzes Orientierungshilfe bieten. Das Praktische Jahr (PJ) schließt sich an das acht Semester andauernde Pharmaziestudium an und ist zweigeteilt. Mindestens sechs Monate verbringen die Studierenden in einer öffentlichen Apotheke, die restliche Zeit können sie wahlweise auch in einer Krankenhausapotheke, der pharmazeutischen Industrie oder einem Universitätsinstitut absolvieren. So lernen sie vor ihrer Approbation verschiedene Tätigkeitsbereiche für Pharmazeuten kennen, können ihr Wissen aus dem Studium anwenden und vertiefen sowie Praxiserfahrung sammeln.

Angehende Apotheker erhalten verantwortungsvolle Aufgaben

Die Apotheke des Universitätsklinikums Heidelberg nimmt pro Halbjahr zehn Praktikanten auf. „Die Ausbildung von Studierenden der Pharmazie im Praktischen Jahr genießt bei uns einen hohen Stellenwert. Wir bemühen uns daher um intensive und fördernde Betreuung, und führen die PJ´ler in alle Bereiche der modernen Krankenhauspharmazie ein: Kennenlernen durch aktive Mitarbeit steht dabei im Vordergrund”, erklärt Dr. Dominic Störzinger, erster Ansprechpartner für angehende PJ´ler.

Das Aufgabenspektrum reicht dabei von der Medikamentenherstellung für den Routinebetrieb ebenso wie für Studien, über Arzneimittelausgabe und -information bis hin zur Analytik. Darüber hinaus bearbeiten die PJ´ler unter Anleitung eines Tutors ein eigenes Projekt zu bestimmten Fragestellungen der Arzneimitteltherapie. Sie recherchieren z.B. die jeweils besten Medikamente für Patienten mit bestimmten Einschränkungen, z.B. einem verkürzten Darm, der eine schnelle Aufnahme des Wirkstoffs erfordert, und arbeiten darauf aufbauend eine Behandlungsempfehlung aus. Die Praktikanten begleiten die Klinikumsapotheker zu Visiten auf den Stationen und werden im Rahmen der Arzneimittelanamnese in die Umstellung neuer Patienten auf die am Universitätsklinikum verwendeten Medikamente mit einbezogen.