In der Nacht vom 16. auf 17. September 2014 ist an einer Pappel auf dem Neckarvorland in Heidelberg (Bereich der Theodor-Heuss-Brücke) ein starker sogenannter Grünast unvermittelt heruntergebrochen. Nach der Erfahrung der Experten vom Landschafts- und Forstamt der Stadt ist das Ereignis ein Warnzeichen, dass für die benachbarte Pappel ebenfalls eine erhöhte Bruchgefahr besteht. Die beiden Bäume werden nun so weit zurückgeschnitten, dass die Gefahr weiterer Astbrüche gebannt ist, denn der Treppenabgang der Theodor-Heus-Brücke ist ein stark frequentierter Bereich der Neckarwiese. Die Pappeln werden anschließend eingehend untersucht – dies kann zu dem Ergebnis führen, dass für die Bäume in den Wintermonaten Ersatz gepflanzt werden muss.

Die Pappeln auf dem Neckarvorland sind ungefähr 60 Jahre alt und haben damit ein für Pappeln hohes Alter erreicht. Trotz regelmäßiger Kontrollen kann beim natürlichen Entwicklungsprozess einer Pappel ein Grünastbruch vorkommen. Das plötzlich auftretende Ereignis zeigt, dass der Baum sich verjüngen möchte. Denn in der natürlichen Lebensumwelt der Pappel, dem Flussauenwald, wachsen die abgeworfenen Grünäste zu neuen Pappeln heran, und der alte Baum stirbt nach und nach ab.